Dienstag, 25. Dezember 2007

Nun bist du ein Stern geworden
An einem kalten Wintermorgen
Stiegst du auf
In den Himmel hinauf

Es ist nicht leicht dich ziehen zu lassen
Immer denke ich etwas zu verpassen
Etwas vergessen zu haben
Immer gibt es noch tausend Dinge zu sagen

Ich bin dir so dankbar für deine Briefe
Dein Name ist es, den ich in die Winde rufe
Übers Meer hinweg in die Welt
Die dein Schimmer für mich zusammenhält

Oft war ich du und wir eins
Oft stellten wir die selben Fragen des Seins
Wir teilten die selbe Hoffnung, die selbe Illusion
Darum auch die selbe Kraft und Vision

Dein Lachen liegt mir noch jetzt in den Ohren
Nie warst du zu Eis gefroren
Welch Leuchten in deinen Augen
Das konnte dir nichts und niemand rauben

Du hast so lange gelitten
Mit dir selber gestritten
Ich hätte alles dafür gegeben
Für einen Moment in deinem Kopfe zu leben

Einen Moment nur sehen
Wie deine Gedanken drehen
Vielleicht etwas Grosses verstehen

Wenn man so lange im Stillen leidet
Weisheit uns leuchtend kleidet
Und es kehrt eine Ruhe ein
Die stärker wird als nur Sein

Ich weiss, in der Nacht kam ein Engel zu dir
Er nahm dich sanft bei deiner Hand
Du gabst ihm deine Angst und Hoffnung zum Pfand

Was für eine Prüfung; dein Leben!
Es ist nicht leicht dieser Welt zu vergeben
Es ist oft schwer Licht zu sehn
Und noch schwerer ins Licht zu gehn

Deine Seele hat in diesem Leben wahrhaftig viel ertragen
Ich bin so glücklich dich als meine Mami zu haben

Dank dir bin ich hier
Dank dir denke ich wie ich denk
Und mach täglich mein Herz zum Geschenk

Dank dir bin ich ein bisschen weise
Dank dir kann ich fühlen und schreiben
Dank dir kann ich still bleiben
Dank dir bin ich auf meiner Reise
Dank dir weiss ich wie lieben
Dank dir weiss ich wie kriegen
Dank dir bin ich dankbar

Ich liebe dich. Ich liebe dich.
Du warst wunderbar
Mein Ich und mein Ich haben sich verstritten
Und mein Überich hat auch einen anderen plan

All diese Wlten ringen in mir
Es ist kaum auszuhalten

Ich sitze hier und warte

Es heisst:
Die grossen Dinge geschehen ohne unser Dazutun

Mal sehn ob das auch stimmt
Meine Welt dreht Kreise
Staunend steh ich da
Schau diesem Treiben zu

Meine Erde bebt
Mein Leben ist tot
Doch das Schicksal lebt

Wohin mit mir?
Scheint es zu denken
Und hat keinen Schimmer vom Weg

Stell dir vor:
Das Schicksal scheisst dir vors Tor
Dreht dir den Rücken zu
Und lässt dich ganz in Ruh

Stell dir vor du hast seine Sinne verdreht
Dass es die eigene Welt nicht mehr versteht
Nun sucht ihr beide
Und zieht getrennt durch die Weite

So ergeht es mir soeben
Was für ein verzwicktes Leben
Mein Schicksal und ich ziehen auf einene Hand
Suchend durch ein fremdes Land

Ob das nur mal gut geht ...
Ich kann nur hoffen
Dass sich mein Schicksal wieder mit mir versteht
Und meine Welt nicht noch fernere Kreise dreht

Donnerstag, 8. November 2007

There's a big, round stone
Standing all alone
In a forest deep and dark
Far away from home

I travel there sometimes; in my dreams
Arrive with the last sun beams
Lay down on the cold, old grey
And whisper an ancient pray

This stone is older than time
It is made of moonshine
They say
And I stay and pray

Like thousands that have been here before
That have given birth
And people back to the earth
That have wished for life or death
And so many things more

Why am I here?
What brings me here?
I've never been here in real
Just this connection I feel

A knowledge from far, far away
That has chosen me and wants to stay
A destiny I can't deny
As it will help me fly - one day
Ein Endlos-Gedicht schreiben
Und wieder Geschichten erfinden
Meine Bildersprache wiederbeleben
In Symbolen denken

Die Welt wieder wahrnehmen
Als eine Einheit aus Unterschieden
Aus Gesetzen, älter als die Menschheit
Und Resultaten aus jüngster Zeit

All die sich drehenden Kreise
Ursachen und Folgen
Geschichten, die ineinander fliessen
Und sich am Anfang und Ende die Hand reichen

Die Mannigfaltigkeit des Seins
Das konfliktgehetzte Denken
Umstände und Schicksal
Erfahrung und Weisheit
Das neue Jahr wird eingeläutet
Und ich hab immer mehr das Gefühl
Ein neues Leben wächst in mir

Kann es sein?
Darf es das ...

Oder ist es bloss eine neue Assoziation
Eine weitere Illusion
Worauf hat sich mein Herz da bloss eingelassen
Ich kann das alles gar nicht in Worte fassen

Mein Verstand schweigt sich aus
Hält sich raus
Aus Herzensangelegenheiten
Und lässt mich schwebend über Sterne gleiten

Alle diese Sonnen, die da scheinen
Versuche ich in mir zu vereinen
In wievielen Welten leb ich eigentlich?

Gefühlswelt, Kopfwelt, Tierwelt, Alte Welt, Neue Welt, Bergwelt, Wasserwelt ...

Und jede für sich ein Universum
Lichtwirbeln gleich strahlen sie sich an
Löschen sich gegenseitig aus
Wandern durchs All des Lebens
Um sich hie und da zu begegnen
Ich steh hier unten auf dem Kopf
Und reck und streck mich nach den Sternen

Dabei hab ich meinen Verstand verloren

Ich muss zurück auf meinen Weg
Ich darf nicht alles riskieren
Nicht wieder - ich könnte alles verlieren

Ich will keinen Märchentraum leben
Während die Alpgeister ungesehen
Leise ihre Netze weben

Und ich erwach aus einem Traum
Sterbend auf meines Lebens Saum
Ein neues Jahr, der erste Tag
Was mir dieses wohl bringen mag
Ich befinde mich in einer magischen Wende
Es ist der Anfang vom Ende

Sonntag, 4. November 2007

Ich schreibe mal wieder
Dem Teufel ein Ohr ab
Und greif ihm die Hörner
Dann schau ich ihm ferner
Tief in die Augen
Und werd ihm seine Sinne rauben

Sobald er von mir erlegt
Vor mir auf dem Boden liegt
Werde ich ihn langsam heilen
Denn er wird immer neben mir weilen

Doch je mehr ER MICH verehrt
Frieden in mein Leben kehrt
Was soll ich über dich schreiben
Ich kenne dich kaum
Doch ich möchte bitte einfach bei dir bleiben
Komm - wir erschaffen uns ein Raum

Ein Traum wie ein schützendes Zelt
Das uns abschirmt gegen die Welt
Eine Oase aus pflegen und hegen
Ein ruhiger Ort im hektischen Leben

Das Eigenartige ist:
Ich kann dich nicht begreifen
Doch mein Herz scheint ohne Hast
Sicher nach dir zu greifen

Es ist eigenartig und schön
Und kann von mir aus noch lange so gehn
Ich konnte eben gerade wiedermal weinen
Jetzt bin ich ruhiger
Ich kann draussen sitzen
Und Rauch gen Vollmond blasen

Der Mond ist heute
So wunderbar hell
Er blendet mich
Und ich muss ihn immerzu ansehen

So wie meinen neuen Freund
Zärtlichkeit umlodert mich warm
Ich habe einen König gefunden
Keinen Prinzen -
Und auch kein Frosch

Eine Hoheit mit eigenem Reich
Mit einer Prinzessin
Dem Regenbogen gleich

Kann ich hier Königin sein?

Ich bin plötzlich so ganz und gar anders
Eine neue C.
Und es macht mit Angst
Ich will bleiben; doch es reisst mich fort ...
Aber ich will nicht gehen

Mond - oh Mond
Was geschieht hier mit mir
Lage nicht hatte ich so viel Liebe zu geben

Wie lange - ach wie lange wird es halten
Ich fürchte mich und bin gespalten
Und dabei doch so eins

Ich bin wiedereinmal schaurig rätselhaft

Man könnte beinahe glauben
Ich sei aus Nebel gemacht
So sitz ich hier im bleichen Mondenschein
Und grüble mal wieder über mein Sein

Es raschelt um mich im Laub
Für die Tiere bin ich nur ein Stein
Für den Mond bloss ein weiteres Gesicht
Die Sterne frag ich heute nicht

Denn für mich bleibe ich gross
Ein silbernes Leuchten in meinem Schoss
Zeigt mir eine andere Welt
Die ein neuer Schein zusammenhält

Dankbar lausche ich der Nacht
Und manchmal kommt es mir so vor
Als könnte ich leicht schweben
ist dies Glück
Oder Verliebtsein ins Leben
Ich kann einfach nicht mit Kindern
Bin mit ihnen viel zu schroff
Erwarte viel - beobachte viel
Doch weiss oft nicht was sagen
Wie wäre das mit meinen eigenen Gofen
Ich denke, die hätten es nicht leicht um mich

Ach, meine allerliebste C.
Was für Fragen stellst du da an dich?
Zum ersten Mal ist mir die Abeit
Ein Weg zur Flucht
Damit mein Denken nicht mehr nach Pfaden sucht
In die Abwesenheit und Vergessenheit

Zwar noch zwischen Nebelschwaden
Doch den Blick auf die Lichter gerichtet
Schritt für Schritt Dinge verrichtet
Nichts wird lange aufgeschoben

Es herrscht ein emsig Treiben
Und die Stunden fliegen vorbei
Eine Woche vorüber oder drei
Ich kann nicht stehen bleiben

Wie gern würd ich mich besinnen
Einige lausche Tage verbringen
Mir stille Lieder singen ...
Ach, ich fühl mich so befreit
Ich darf einfach sein
Es ist so gut
Und will noch gar nicht denken

Mich umgibt eine Wärme
Wie zehntausend Arme
Die mich halten
Und der frische Wind
Streichelt mich sanft

Ich blühe auf in 1000 Farben
Und war hier schon mal

Meine Seele kann sich erinnern
Und sie tanzt und lacht
Laut in die Sonne hinauf

Mein Leben!
Ich danke dir!

Freitag, 26. Oktober 2007

Fragen über Fragen ...

Wenn das Leben ein Spiel ist; welche Farbe bin ich darin?
Ist es besser über sich selber zu lachen oder über andere?
Wie lange kann man den Mond ansehen ohne zu erblinden?
Warum meide ich den Sonnenschein?
Gibt es jemand oder etwas, das über uns wacht?
Wo bin ich wenn ich träume?
Kann man Reisen im Schlaf?
Wann genau bin ich hellwach?
Kann man wach träumen?
Wie geht das?
Wohin führt es uns?
Weshalb will ich immer, sobald es etwas schwierig wird in meinem Leben, sogleich irgendwohin verreisen?
Bringt uns Reisen weiter?
Werden wir dadurch weltoffener und/oder weiser?
Können Tiere lieben wie Menschen?
Was genau ist Treue?
Wie lieben wir Menschen? Nenne drei Arten.
Warum bedeutet uns 'Lieben' so viel?
Könnte sich ein Mensch alleine all das Wissen der Welt merken?
Wisser wir zuviel?
Oder eher zuwenig?
Ist mein eigenes Wissen wie ein Ozean?
Herrscht zur Zeit Ebbe?
Ist irgendetwas, das ich weiss, nicht von Bedeutung?
Wieviel Bedeutendes weiss ich nicht?
Ist Bedeutung dynamisch? Fragil? Zeitabhängig?
Weshalb kann ich nicht mehr weinen?
Lache ich deshalb heute mehr?
Was ist Glück?
Wird mich das Glück jemals finden?
Werde ich vom Glück überhaupt gesucht?
Oder ist es andersrum? Muss ich mich etwa auf die Suche machen?
Wonach soll ich genau suchen?
Werde ich wissen, wenn ich es gefunden habe?
Wie?
Fühlt sich Glück an, wie wenn man auf Wolken gehen würde?
Oder eher wie ein Tag voll Sonnenschein?
Oder wie Verliebtsein ins Leben?
Wie kann ich mich in mein Leben verlieben?
Fühlt sich Verliebtsein an, wie wenn man auf Wolken gehen würde?

Wie fühlt es sich eigentlich an auf Wolken zu gehen?

Dienstag, 23. Oktober 2007

Seltsam ist's
Ich steh auf dem Kopf
Und dreh mich im Kreis

Das Leben hier unten
Ist so ganz und gar anders
Und doch so grausam gleich

Wer bin ich denn?
In diesem Land
Ich habe mich verbannt
Und alles, was ich mal gekannt

Was tu ich hier?
In diesem Leben
Ich kann hier keine Netze weben ...

Samstag, 20. Oktober 2007

Was sind das für seltsame Zeiten
In denen mein Herz im Dunkel irrt
Ich war schon lange nicht mehr so in mir verkehrt
Wie wenn hundert Herzen streiten

Eines will in die Freiheit hinaus
Eines wünscht sich ein ruhiges Haus
Eines will wild und ungezähmt bleiben
Eines will sich bieder kleiden
Eines will närrisch sein
Eines verantwortungsvoll und rein
Eines kalt - eines heiss
Eines faul - eines strotzt vor Fleiss
Eines mag die Einsamkeit
Ein anderes muss raus und lechzt nach Aufmerksamkeit

Und eines nennt sich Klaus

All diese Stimmen, ringen
Wimmern, klagen, singen
Bringen Bilder, tauschen Lieder
Und dann verstummen sie wieder

Es ist ein Rauschen zwischen meinen Ohren
Und ich bin verloren
Tief in meinem Gesicht
Da - noch ein Spiegelbild, zu Glas gefroren
Ich erkenne mich nicht

Bin verloren - mein Herz ein Stein
Es kann sich einfach nicht sicher sein
Und verhärtet mit jedem Tag

Ich brauch Rosen und Sonnenschein!
Will nur noch lachen und glücklich sein ...
What is an apple for when you can't eat it?
What is a crown for when you can't wear it?
What's beauty for when you don't see
What's love for when you're not free

We are always so hungry, so angry
And in the light of the moon
You can see our teeth and the anger
Ready to kill out of hunger
Did you know that Heaven actually is a very cruel place.
Angels are hanging there on the clouds and some of them fall from time to time.
There is no hold. There is no peace.
You can hear the angels cry and whisper evil thoughts.
The queen opens up the book
And all the letters inside
Written with the tears she wept
Fall out and splash on the floor
A river rises - strong and wide
To wash her fears away
Then she will be no more
Than a beautiful word to say ...
Das Leben spielt nicht mehr mit mir
Es lässt mich stehen
Mir bleibt nicht anderes übrig
Als mich im Kreise zu drehen
Ich kann es einfach nicht ganz sehen
Die Launen des Seins
Doch was kann ich schon verstehen ...

Mein Herz will tauen und glänzen
Ich will mit den Wellen tanzen
Und über sie Wolken gleiten
Mich dürstet nach Liebe
Nach Abenteuer und Siegen

Ich will viel
Und immer mehr
Und ich erwarte allzu sehr
Und zuviel und ohne Worte

Ach, wie oft bin ich enttäuscht
Wie oft denke ich, ich hab mich getäuscht
Oft wars dann nicht mal so
Oder anders irgendwo

Ich nehm die Menschen viel zu ernst
Ich will ihnen trauen doch weiss nicht wie
Ich will ihnen nah sein doch bleibe selbst fern

Was ist das nur mit mir
Diese Barrieren und dies Zögern
Bis jetzt ging doch in meinem Leben
Mehrheitlich alles gut aus
Komm doch meist unverletzt raus
Raus aus den Stürmen
Hinein in die Türme
Schutz gesucht hinter dem Wall
Versteck vor dem Fall

Doch meist eh zu spät ...

Diese Wut, die in mir kocht
Mir Gedanken in den Schädel pocht
Dunkle Bilder heraufbeschwört
Sich im Nirgendwo verliert
Und dann mitten in der Nacht
Die argsten Träume mir beschehrt

Sonntag, 14. Oktober 2007

Draussen rauscht das Meer
Das Feine
Und ein leiser Wind
Raschelt die Blätter

Das ist alles, was ich von draussen weiss

Dunkel ists
Manchmal hell
Die Tage wechseln hier schnell
Ich befinde mich in einer
Unglaublichen Zeit
Das glaubt mir Zuhause
Keiner

Ich dreh mich, wind mich
Streck mich, zieh mich

Und die Stunden rasen
Tage, Wochen; wie weggeblasen

Träumen tu ich kaum noch
Eigentlich nie ...

Und es ist gut -

C.

Hier bin ich also nun
Häng im Osten Australiens rum
Doch was von mir hier

Ist rätselhaft

Eine Schale, mehr ist nicht
Und ich erinnere mich
An eine C. das ist lange her

Was ist bloss mit mir passiert
Hab so in Verantwortung pressiert

Und dabei ganz verpasst
In meiner Hast
Wer ich bin und war
Für immerdar

Ein Wesen zwischen Schatten und Licht
Das leicht auseinanderbricht
Ein Wesen durchdrungen von Silber und Gold
Doch aussen hart wie Ebenholz
Wie lange kann man ohne Liebe leben?
Weshalb ist es so wichtig sich jemandem hinzugeben?

Das Leben ist ein eigenartiges Spiel
All die Spiegel auf die mein Schatten fiel

Und hin und wieder passierte es - ach
Dass ein solcher Spiegel zerbrach

Und jedesmal weine ich Scherben
Über das Seinlassen und Werden
Once a while
In a country far far away
I walked a path
Golden and full of joy

Now I'm living in a land of gold
But can find no hold

Thin air - I feel breathless
Emotionless, hopeless

Dry like the desert
Alone in this world

Once full of dreams
I now weep no tears
Es war gestern ein seltsamer Tag
Wolken und Sonnenschein rangen um mich
In diesem Getümmel trieb ich daher
Verloren zwischen dem Himmelheer

Und Abends dann urplötzlich
Explodierte die Szenerie
Und ich erlag hunderten von Strömen
Unterdrückten, dunklen Tränen

Ich wurde geschüttelt
Gerüttelt
Trieb hoffnungslos dahin

Ich war verwirrt
Verirrt
Ein kleines Kind

Draussen in einer weiten Welt
In der sich alles anders dreht

Donnerstag, 20. September 2007

Die Zeiten in denen die Herzen tiefer schlagen
Sind oft schwer zu ertragen
Man stellt sich dann immer so viele Fragen
Auf die wir keine Antworten haben

Doch Fragen sind gut
Und so öffne ich das Buch

Und dann stell ich all die Fragen
An die vielen Buchstaben
Die bisher doch nur faul herumlagen
Und man denke sich - die hatten nichts zu sagen

Sie waren einfach nur sich selbst
Und Sein ist auch gut

Doch 'einfach Sein' kann man lange jagen:
Über weite Felder traben
Sich durch dichte Wälder schlagen
Oder tiefe Tunnel graben

Das versteht sich nicht so leicht
Da muss man lange üben

So wie die Buchstaben
Die hörst du niemals klagen
Diese Gabe möcht ich auch haben
Stolz und tapfer in die Höhe ragen

Doch mein Herz zittert oft
Es traut sich nicht raus

Mal mein Herz fragen
Was für Fragen
Ihm denn so am Magen
Nagen

Aber dazu muss es ganz still sein
Deshalb mach ich das Licht aus

...

Mein Herz denkt von sich es sei ein Wagen
Mit hunderttausend Gaben beladen
Und kümmert sich nicht um meine Fragen
Es weiss die Antworten - doch will sie mir nicht sagen

Saucheib!
Du Herz du!

Weiter berichtet mein Herz verschlagen
Ich traue mich nichts - würde nichts wagen
Könne meine wahre Meinung nicht sagen
Und ich vergrübe mich schon wieder seit Tagen

Ja - das war ziemlich hart
Eine Königin; haha, lacht mein Herz

Ja vielleicht hinter all den Waben
Und den Lügen
Ja - den Raben
Die meine Seele verdunkelt haben

Ehrlichkeit schmerzt so sehr
Was kann ich tun?

Ich will die Waben zerschlagen
Ich will mein Haupt hoch tragen
Will meine Meinung sagen
Und weiter alles hinterfragen

Denn Fragen sind gut
Fragen sind gross
Es ist eine Weile her
Als ich das letzte Mal
Sitzen konnte
Und sagen:
Ja - es ist gut.

Ich höre eine kleine
Leise Stimme in mir
Wie ein sanfter Flügelschlag

Ich spüre Farben
Ich kann Düfte hören
Mein Auge sieht scharf

Doch ich lass mich von der Nase führen
Denn die kann fühlen

Noch tanz ich micht von Stern zu Stern
Noch taumel ich von fern
Doch von nah
Bin ich wach, auf, da

Samstag, 15. September 2007

Das Leben ist ein Kornfeld:

Links und rechts das Gleiche etwas anders
Hinter uns ein Pfad; eine Spur
Vor uns lauter Ären nur

Ein Puzzle-Spiel

Es setzt sich wieder alles zusammen
Brauch nicht mehr lange zu bangen
War vom goldenen Pfad abgekommen
Wie Blut, das an Luft geronnen

Langsam kommt es ins Lot
Es ist zwar sehr spät
Aber nicht alles ist verloren
Bin nicht ganz zu Eis gefroren

Es beginnt zu tauen
Finde mein inneres Vertrauen
Schritt für Schritt zurück
Und bin darüber gar verzückt

Eine verrückte Zeit liegt hinter mir
Teile hat mein Puzzle viel ...
Ach, wie hass ich mich so sehr!
Mein Haupt ist schwer; ist leer
Wie konnt ich nur so dumm sein
Jetzt bin ich furchtbar klein

Da ist ein Schatten in meinem Kopf
Der sich unablässlich dreht
Und meinem Denken im Wege steht

Wie finde ich meinen Weg zurück?
Wie konnt ich mich derart verlieren?
Wie in aller Welt konnte das schon wieder passieren?

Dafür hass ich mich nun
und kann nichts dagegen tun ...

Nichts sehn

Und wieder ist es geschehen
Ich habs eigentlich kommen sehen
Die letzten Tage bin ich ergraut
Hab Steine um mich aufgebaut

Wovor diese grosse Angst?
Was ist's wovor mir so bangt?
Ich wollte für mich alleine sein
Das war vor dem Schreien ...

Danach verlor ich mich im Moor
Alles ging schwerer als zuvor
Jeden Tag bin ich tiefer gewatet
Und hab auf ein Zeichen gewartet

Doch Zeichen prasseln auf mich ein
Und jedes wird ein neuer Stein
Kann bald den Horizont nicht mehr sehen
und dann ist's um mich geschehen

Was wohl noch geschehen muss
Bis ich wieder auf freiem Fuss
Und wie lange mag es dauern
Um mich wieder frei zu mauern

Ist es einfacher sich in Ketten zu legen?
Hinter Wänden zu leben?
Das Dunkel zu pfegen?
Statt gen die Wolken zu fliegen?

Mitten in die Sonne rein
Raus aus dem Wall aus Stein
- Das kann doch nicht unmöglich sein ...

Nichts sein

Ich lösche mich selber aus
Ich löse mich in Luft auf
Ich kann mich nicht mehr sehn
Ich kann mich nicht verstehn

Ich kann mich nicht hören
Ich kann mir nicht gehören
Ich bin nunmehr ein Schatten aus Staub
Verloren in nassem Laub

Mein Leben zieht an mir vorbei
Ich schreie einen unsichtbaren Schrei
Meine unsichtbare Hülle zerfällt
Und Nichts wird meine Welt
Ich bin aus meiner Haut gefahren
Und schwupps in eine andere hinein

Wütend bin ich geworden
und hab dabei mein Gesicht verloren

Ich denke es ist Zeit
Wieder den Pfad zu suchen
Den Krieger in mir zu wecken
Der kämpft für Licht und Freiheit

Ich bin aus meiner Haut gefahren
Und schwupps in eine andere hinein
Ebenso entledige ich mich
Jetzt dieser Haut aus Stein
Einst fühlt ich mich
Als junge Frau
Frei und ungebunden
Kompromisslos und stolz

Doch Unsicherheit und Gram
Haben mich wieder gefunden
All meine Figuren im Traum aus Silber und Gold
Stehen steif da und sind nunmehr aus Holz

Was für eine Leben hab ich gewählt!
Wie konnte ich so blind sein!
Ich bin nicht bei Sinnen
Bin nicht bei mir

Ich brauche Luft
Frischen Wind
Ich dürste nach Mut
Damit ich wieder zu mir find

In Asien ist viel geschehen
Ich kann mich nicht so wütend sehn
So ängstlich, so zögernd, so scheu
ich will leben; es ist doch alles so neu

Ich will mich stürzen in diese Wahl
Ich will glänzen
Ein Stern sein
Und mit dem Leben tanzen
Ach! Es ist so schwer!
Es ist so traurig und hart
Wenn man niemanden zum reden hat

So viel Leid
Zerdrückt mein Lachen

Meine Stimme ist leis und dunkel
Ich kann kaum denken
Ausser im Kreis

Zeit sitzt mir im Nacken
Scheu und Angst im Gesicht
Doch befreien kann ich mich nicht

Ich bin in eine Schachtel geschlüpft
Den Deckel zu
Bereu ich jeden Atemzug
Und traure der Sonne nach

Muss ich reden um mich wieder zu finden?
Kann ich mich freischreiben?
Muss ich Drogen nehmen?
Was kann ich tun?

Ich will reden - nur mit wem?

Vor mir steht eine leere Wand
Wie soll ich je mein Lachen finden?

Donnerstag, 31. Mai 2007

Das Schlimmstmoegliche ist eingetroffen
Ich haeng zwischen zwei Welten
Die Idioten haben mich verschoeben
Mir meine Plaene zunichte gemacht

Wie koennen die nur!
Arschloecher - verdammte!
Das ist Dummheit pur!
Ausgeburten der Hoelle allesammt!

Was soll ich denn jetzt tun?
Ach, ich koennt die alle toeten
Die wissen nicht von meinen Noeten
Wie soll ich jetzt noch ruhn?

Was hat sich das Schicksal da ausgedacht
Welche neuen Plaene fuer mich gemacht
Ich weiss nicht wie mir geschieht
Hoffentlich ist's noch nicht zu spaet ...

Es ist Sonntag und mir sind die Haende gebunden
Ich hab noch keine Loesung gefunden
Einsam bruet ich vor mir her
Eine Entscheidung faellt so schwer!

Ach verflucht!
Ich hab so lange gesucht
Gedacht ich haet einen Weg zur Hand
Und jetzt steh ich an der Wand
Es sitzt eine Schatten mir im Nacken
Eine leise Furcht kommt auf
Der grosse Wechsel steht bevor
Und ich sperre mich ans Tor

Ja, ich werd ihn wiedersehn
Was wird geschehn
Was werd ich sehn
Was kann ich fuehlen
Wie werd ich wuehlen

Die Sterne schweigen ...

Es sitzt ein Schatten mir im Nacken
Ich fuehl mich nicht mehr frei
Und ich wollt docfh frei sein
Auf dem Weg ins neue Heim

Ja, ich werd mich niederlassen
Mir einen eigenen Wagen fassen
Freunde und Bekannte schaffen
Arbeit finden
Langsam ins Gefuege einbinden

Ach - und ich war so frei!

Es sitzt ein Schatten mir im Nacken
Ein Kreis aus Fragen haelt mich gefangen
Meine Augen zweifeln alles an
Ob ich es wirklich schaffen kann ...?
Ich bin wie die 4 Jahreszeiten:
Neugierig wie der Fruehling
Warm wie der Sommer
Traurig wie der Herbst
Und kalt wie der Winter

Es ist wieder Herbst geworden
Meine Augen suchen den Horizont
Mein Schatten haengt sich schwer an mich
Aus Ungewissheit und Furcht
Die Leichtigkeit von letzter Woche
Ist wie vom Wind verblasen
Und eine schwere Ruhe umgibt mich grau

Ich will den naechsten Schritt nicht gehn
Aus Angst alleine dazustehn
Aus Angst zu versagen
Um dann den Jahren nachzujagen

Ich bin wie die 4 Jahreszeiten:
Frisch wie der Fruehling
Traege wie der Sommer
Stuermisch wie der Herbst
Und still wie der Winter

Es ist Winter geworden
Und ich kann tatsaechlich
Die Schneeflocken fallen hoeren
Thanks for being you
Fot not asking but listening
For living the moment

For supporting my foolness
And being crazy just like me

Thanks for the inspiration
Thanks for the silence
For the laughing until I flyed

Thanks for being so light
And setting me free
Ach es ist so schoen hier!
Es gibt rein nichts zu tun
Ich haeng stundenlang im Sueden von Laos
In der Haengematte rum

Hier auf den 4000 Inseln
Da steht die Welt noch still
Ich kann machen was ich will
Auch endlos meine Fuesse ansehn

Ein wunderschoenes Flecklein Erde
Und so unverdorben
Ganz pur und einfach und rein
So bin ich stiller geworden

Noch immer umweht mich der Odem des Reisens
Doch die Winde haben sich gelegt
Ich habe diese ganze Zeit
Von Herzen tief gelebt

Nun kann ich mit erhobenem Haupt
In die Sonne schreiten
Und den Stern auf meiner Stirn
Auf Australien vorbereiten

Mein Herz wird in grosse Stuerme reiten
Mir bedeutet diese Ruhe viel
Mein Geist will sachte in die Ferne gleiten
Die Mitte finden fuers naechste Spiel
Eine heimliche Ruhe
Legt sich um mich
Und ich hoer Singen in der Welt

Mir wurde ein Engel gesandt
Ein Maedchen fein und still
Helles Licht, das flattert im Wind

Und etwas lebt in mir auf
Mein Wunsch war gross
Ich suchte nach ihr

Nun steht sie da
Zerbrechlich; weich und hart wie Stein
Wie ich es damals war

Was fuer ein Glueck
Der Himmel hat dich geschickt
Dafuer dank ich dir
Und der noumenalen Quelle in mir
Ja, ich kann
Ich kann und ich kann
Und ich darf
Und muessen muss ich gar nix

Aber koennen kann ich
Und duerfen darf ich
Und sehen und hoeren und riechen
Muessen kommt spaeter

Muessen kommt bald
Dann wenn ich nicht mehr kann
Dann wenn ich darf aber nicht will
Nun, dann muss ich wohl

Ja, ich will
Ich will und ich will
Und ich kann
Weil alle etwas wollen sollen

Freitag, 11. Mai 2007

Die Stadt mit der ich einst lebte
Die ich einst so liebte
Ist nunmehr ein Umriss am Horizont

Weit liegt sie hinter mir
Ein heller Stern am Himmelszelt
Ein fernes Schattenspiel

Ach, ich erinnere mich gerne
Mit neuen Augen blick ich zurueck
Auf eine alte, kleine Welt

Vor mir liegt ein neues Ziel
Neues Gold
Ein neues Spiel

T-Shirts

There will always be revolution ... in your mind

I want to call up a new revolution - let's name it quality

Did you know how many thoughts you think during a day? This is revolutionary!

Where did your revolution take place?

Find love! And prepair for your own revolution

Revolution will never really let you go

I can see that star in your eyes

A star is my heart and my heart is a star

I have also heard that the star of revolution is only a shape ...

What is a shape used for?

Let's talk about darkness now ...

Did you know that "cradle of filth" indeed live in a castle. But they wear the sign the other way around. This is evil!

So many times I have changed shape and meaning, importance and value. For I am still alive!

Thanks for being a star ...

As when you see your stars - you can go everywhere. You're free ...

Therefore, look for your stars!

What are stars doing up there?

Why am I waering this t-shirt?

How many stairs can you walk backwards without looking around?

What am I doing here?

Let's think about stars ...

No! Let's talk about revolution here ...!

This shirt is a revolution!

You are a revolutionist because you are wearing this shirt

It's getting silly now - I better stop
Tief im Dunkel
Schwaermen die Ratten aus
Und bringen etwas Totes
Ans Tageslicht hinauf

Schaben, Wuermer, Maden
An dessen Huelle nagen
Noch immer ist da Fleisch und Blut
Dabei ist es schon lange tot

Diese eine Nacht
Hat meinen Koeper zu Fall gebracht
Und ich habe ihn tief begraben
Zu den Maden, Wuermern, Schaben

Doch den Gestank
Liess ihn nie vergessen
Und so - statt dessen
Begannen die Schlangen zu sprechen

Und ich hoerte genau zu
'Ach, es ist also wahr!?'
Ich handelte im Nu
Furchtbar wars, furchtbar

Jetzt am Tageslicht
Kann ich ihn genauer betrachten
Den leblosen Leib
Ohne ihm nmach dem Leben zu trachten

Ich war jung
Und voller Stuerme
Einer hat mich zu weit getragen
Einem bin ich still erlegen

Ein dunkler Sturm
Eine schlechte Idee
Doch so war sie geboren
Die schwarze Fee

Sie trug die schwere Wahrheit
Ueber tausend Berge weit
Und ertraenkte sie im Nebel
Der Suempfe der Vergessenheit

Zurueck kam eine dunkel schimmernde Gestalt
Weder jung - noch alt
Mit wundersamen Schlangen
Im fuertuefuroote Haar (Mensch Melch ...! ;-)

... ... ...

Egal - ich bin also aufgewacht
Hab die Leiche hochgebracht
Und werde sie nun ohne Fragen
Ehrenvoll begraben

For I am the sun
And the shadow
I am the moon
And the light

Always respect me

For I am the shameful and the magnificent one

Dienstag, 8. Mai 2007

Ich hoere Kinder - Lachen
Die Nacht zieht sich um mich zusammen
Neben mir weilt ein Schatten
Und ich hoer die Kinder lachen

Es ist ein Schreien in der Welt
Wir verhalten uns ganz ruhig
Neben mir weilt der Schatten
Und ich hoer die Kinder lachen

Ich hoere Kinder
Am Rande der Nacht
Neben mir lacht mein Schatten
Und ich verhalte mich ganz ruhig

Die Welt zieht sich um uns zusammen
Die Kinder sind verstummt
Und wir beide hoeren bloss noch
Laechelnd dem Schreien zu
I don't like that room
It makes me stop thinking
There is something ...
Waiting in the dark

The walls are empty
My dreams fill in the space
But now grotesque faces are looking down
Starring at me

I want to drift away
Into the sunset
But there is no night
And no day eighter

It's not easy
Being made out of stone
I feel heavy ...

How do you move a mountain?
In an empty place?
Nach de Apokalypse regnets Diamante ...

Z'mitts im Wendepunkt,
Wenn me hoech ufde Klippe staht
Und ufs Meer lueget,
Denn sind d'Welle am luetischte
Wo ade Kueste breched.

Und s'isch mer,
Als wuerded d'Moewe
Min Name wiit
Is Blau usetraege ...

I am what I seek
And what I find
I am what I scattered
And the pieces I now gather up

Samstag, 5. Mai 2007

Ach! Wie lieb ich es!
Vom Winde getragen
Ueber das Land zu fliegen

Oh, wie liebt es mich
Das Brausen um mich herum
Der Regen, der Sonnenstrahl ... der Wind

Und ich fliege ...
Wohin er mich auch traegt -
Der Wind

Und peitsche er mich hin und her
Ich bin so sehr sein
Sein Kind

Was kuemmerts mich
Freier werd ich nie sein
So lieb ich ebenso den Regen
Wie den Sonnenschein

Sonntag, 29. April 2007

Ich hoere tief in mich hinein
Da ist eine Stimme
Kann es sein?

Sie fluestert mir ein
Ich sei nicht genug
Und raubt mir meinen Mut

So lass ich einfach die Zeit verstreichen
Halb auf halb zu
Und warte auf ein neues Zeichen

Ich sitz am Rande des Geschehens
Schau den Leuten zu
Wie sie an mir vorueberziehen

Ich beweg mich kaum
Bin statisch
Und atme wie im Traum

Vielleicht wird bald etwas geschehen
Vielleicht auch nicht ...
Wir werden sehen -

Schwaechen sind Staerken sind Staerken sind Schwaechen

Vor euch steht ein kleines Kind
Das sanft wankt im leichten Wind
Augen wie die See
Haut so weiss wie Schnee

Ihr seht vor euch eine alte Weise
Deren Stimme fluestert leise
Graue Worte hart wie Stein
Besingen Mond- und Sonnenschein

Vor euch schimmert ein helles Licht
Es erhellt eure dunkle Nacht
Haelt eure Herzen wohlig warm
Und nimmt euch sanft in den Arm

Seht mich an, die schwarze Spinne
Wie ich meine Spiele gewinne
Ihr bleibt in meinen Netzen kleben
Ich trachte kalt euch nach dem Leben

Ihr seht in mir ein Elfenweib
In einem wunderschoenen Kleid
Ihr sucht in mir ein Spiegelbild
Und mein Herz; es laechelt mild

Es ist ein Feuer, das lodert in mir
Heiss und unberechenbar
Es ist diese Freude und die will spielen
Mein kleiner Narr weiss nicht wie zielen ;-)

Oft bin ich eisern und kalt
Ja - ich bin tausende Jahre alt
Mein Herz kann in der Eiszeit weilen
In tiefem Schlummer will es heilen

In meinem Innere braust ein Sturm
Auf meiner Suche nach dem Turm
Der in der Mitte steht
Sich eine meiner Welten dreht

Eine andere Welt steht komplett still
Da kann es donnern wie es will
Um mich herum mag die Erde beben
Ich stehe fest in meinem Leben

Doch manchmal herrscht eine tiefe Nacht
Leise Stimmen wimmern sacht
Mein Leben ist ein Fluch
Oft kommen Geister zu Besuch

Ich bin ein sonnerfuellter Morgen
Frisch und munter ohne Sorgen
Engel um die Wette glaenzen
Und sie lachen, tanzen, tanzen ...

Ich bin und ich bin nicht
Meine Stimme lautlos spricht
Mein Schweigen sich heiser schreit
Ich bin eins und bin entzweit

Ich werde ewig sein
Jetzt und hier und ewig mein
Ich bin das Rauschen im Wald
Ich bin jung - ich bin alt

Bin bloss Luft -
Die Briese wenn es windet
Ich bin was ihr sucht
Und was ihr findet

Montag, 23. April 2007

Zwei Sonnen entfernt
Von einem roten Land
Das komplett ausser Rand und Band
Wovon ich kaum noch loskam
Geliebtes, gehasstes Vietnam!

Oh, wie habe ich gelernt!
Was fuer eine intensive Zeit!
Wie war ich hin und her gerissen
Wie hab ich auf die Zaehne gebissen
Zwei Monde; eine Ewigkeit

Ich will allen von Herzen danken
Die kreuzten meinen steinernen Weg
Die aus dem selben Kelche tranken
Sassen auf dem selben Steg
Und lauschten meinen Gedanken

Ich bin euch ja so endlos dankbar!
Ihr ward alle wunderbar!
Ihr ward meine besten Lehrer
Ich liebe eure Geschichten sehr
Nun hab ich keine Aengste mehr

Ach, meine hellen Sterne
Dank euch erkenne ich mein Licht
Seither fuerchte ich mich nicht
Vor der dunklen Nacht
Ihr habt mich nach Hause gebracht

Ihr leuchtet wie eine kleine Laterne
Ich sehe hell und klar
Wie's zuvor nie moeglich war
Ja, in diesem roten Land
Ich meinen inneren Frienden fand

Dienstag, 17. April 2007

Und schon wieder will ich fort
Mein Herz hastet
Ueber alle meine Seelen weit
Es ist ein Ringen in mir

Alle meine Figuren reden und weinen
Ich kann mich nicht begreifen
Jeden neuen Tag will ich mehr reifen
Doch steck ich fest - ganz fest

Etwas tut mir hier nicht gut
Etwas nimmt mir allen Mut
Ich bin nicht frei
Bin nicht bei mir

Wieder dieses verzweifelte Schreien
Wieder diese Luegen
Wieder keine Worte dafuer
Schon wieder kreisen

Und ich traeume
Die seltsamsten Dinge
Ich reise nach Hause
Und wieder zurueck

Mein Vertrauen schwindet
Ich bin nicht mich selbst
Niemand darf mich beruehren
Ich bin steif; bin Stein; unrein

Das Wasser blickt mich an
Dunkel ist es; rabenschwarz
Und weiss und stumm
Mein Mondgesicht darin ein Spiegel

Ich versuche zu weinen
Die Oberflaeche mit meinen Traenen zu trennen
Doch alles ist so hart
Alles so schrecklich kalt in mir

Es tut mir ja so leid!
Fuer alle, die meine Naehe suchen
Ihr werdet hier nichts finden
Nur an mir leiden ...

Ja, genau darum will ich weiter
Ich erkenn ihn nicht den Reiter
Der mir den Kelch entgegentraegt
Und keine Fragen fragt

Denn ich bin der Mond
Dem die Sonne innewohnt
Ich bin das Wasser, das Dunkle
In dem ein Lichtlein funkelt

Ich bin ein Schmettervogel ohne Fluegel
Gefangen in einer farbigen Kugel
Ich bin schwarz-weiss; unbunt
Und leuchte schwach am Horizont

Eine Silouette im Nichts
Getragen im Spiegel des Lichts
Ich bin eine toter Baum
Und stehe im leeren Raum

Ich bin nackt und ohne Haus
Und kann nicht aus mir heraus
Ich habe Schmerzen am ganzen Koerper
Doch hab ich keine Wunden gefunden

Ich bin mir gegenueber blind
Und hoffe auf neuen Wind
Ich kann mich selbst kaum noch ertragen
Und frage Fragen ueber Fragen
Und doch; mein Geist ist leer
Und diese Leere lastet schwer

Ich hab nichts mehr zu geben
Ertrinke in meinem eigenen Leben
Versuche mir und euch zu vergeben
Ich will leicht sein und schweben!

Wer haette denn gedacht
Dass die Gespenster die Alten
Mein Innerstes mit solcher Macht
So gnadenlos verwalten
Mich so lange in eiserne Ketten legen
Und es mir verwehren zu geben

Ich kann nicht alle Stricke akzeptieren
Mich in der Vergangenheit verlieren
Ich will, dass diese Stricke reissen
Einer nach dem ander'n
Und ich wieder ueber alle Weiten
In Ruhe kann weiterwandern

Ich weiss ich kann nicht aus meiner Haut
Aber ich kann lernen
Diese Haut zu tragen
Und zwar mit Stolz und sie zu ehren

Ich weiss doch jetzt:
Mein goldenes Ziel
Ist das Leben
Ist ein Spiel

Doch scheinbar kann ich die vielen
Spiele noch nicht spielen
Aber ich kann mich ueber mich wundern
Und eisern, einsam weiterwandern

Ihr alle habt zu warten
Es hat noch keinen Platz fuer euch
Ich lege allein fuer mich die Karten
Nur mit mir allein, kann ich mich befrei'n

Deshalb, bitte, lasst mich zieh'n
Keine Sorge, ich kann mir nicht entflieh'n
Dafuer ist es schon lange zu spaet
Ich hab die Saat fuer mich gesaeaet
Mir liegen Steine auf dem Herz
Keine Trauer - auch kein Schmerz
Einfach eine sanfte Schwere
In mir diese leichte Leere

Und wie ich so durchs Wasser gleite
Schau ich in die ferne Weite
Lass den Blick am Horizont 'langschweifen
Und diese neuen Fruechte reifen

Gar wundersam ist meine Reise
Ich leb in einer eig'nen Weise
Zieh unendlich grosse Kreise
In mich; um mich kreis ich leise

Ich wuerd so gern mein Herz verschenken
Kann zeitweise nichts and'res denken
Doch es scheint, ich bin nicht bereit
Es ist noch nicht die Zeit

Sonntag, 25. März 2007

Also, wenn ich das richtig seh
Ich mein Leben nicht ganz versteh

Bin verhaftet in alten Mustern
Die mir halfen meinen Weg zu meistern

Das ging bis jetzt ganz gut
Doch ab heute brauch ich neuen Mut
Man kann sagen einen neuen Hut
Ein neues Boot
Fuer die naechste Flut

Die Letzte hat mich weit gebracht
Hat meine Nacht zum Tag gemacht

Doch noch immer wehr ich mich dagegen
Versuch mein altes Leben zu leben
Noch die selben Netze zu weben
Und daran bleib ich nun kleben

Mein Freund, es ist nicht leicht zu fliegen
Wenn man versucht noch am Boden zu liegen

Denn diese Schwere war lange mein Halt
Auf meinem Wege - so duester, so kalt

Doch ich versuche mich neu zu erfinden
Mich so lange am Boden zu winden
Bis dass meine alte Haut
Zwischen den Steinen hoch zu mir schaut

Bis dass mein eisiges Herz endlich taut
Der Falter sich zu fliegen traut
Auf neue Verhaltensmuster baut
Und seinen bunten Fluegeln vertraut

Denn Schmetterfliegen
Wie ich eine bin
Brauchen nicht herumzuliegen
Sie gehn mit dem Wind

Mittwoch, 21. März 2007

Ich sitz weinend an meinem eigenen Fluss
Ging einen langen Weg zu Fuss
Hier ist es, wo ich rasten muss

Die Traenen, die ich weine
Sind die Meinen; sind die Seinen

In mir ringt mein Verstand
Um die Steine in meiner Hand

Dieses Ufer ist ein schoener Ort
Und doch will ich fort

Uebers Wasser hinweg
Auf die andere Seite
Dort lockt mich die Weite
Dort lockt ein Weg

Die Steine in meiner Hand
Sind mir fremd ... sind Tand

Aber, aber, nur leider, eben
Will und kann ich sie nicht niederlegen

Montag, 19. März 2007

Unterschaetzt nie meine Macht
Aus mir spricht die Nacht
Doch meine Augen sind helle Sterne
Zwei Sonnen in weiter Ferne

Hinter diesen leuchtenden Augen
Stehen tausende von Fragen
Die mich abertausende von Meilen tragen
Und euch so die Sinne rauben

Ich weiss, ihr koennt das nicht verstehn
Aber meine Sterne koennen in eure Herzen sehn
Und zwar tief und rein
Mitten in euch hinein

Und das Tolle daran:

Mich drueckt keine Zeit
Mein Leben ist ein Fluss
Der langsam fliessen muss
Es tut mir leid!
Ich hab getestet
Und gelogen
Und gefestet

Ich selbst war die Prueferin
Und die Ent-Taeuschung
Ist gar schlimm

Ich hab nichts gegeben
Doch alles aufgesogen
All die kleinen Luegen entdeckt
Der Groll, der sich versteckt

Ja - ich hab verstanden!
Dafuer dank ich dir
Ich kann nun weiterwandern
Auf! Ins naechste Spiel

Freitag, 16. März 2007

Wie kann es sein, dass die Winde schweigen?

Ist Schweigen heilsam?

Kommen sie uns holen?

Wer sind die?
Und ich schreis in Wind
Ide Erwartig, dass sini Antworte weise sind
- Bin dich so sehr wieder Chind

Dienstag, 13. März 2007

Ich war auf der Suche nach dem DAU
Daran erinnere ich mich noch genau

Doch was ich fand
Raubt mir beinah den Verstand

All das Wo, der Schmerz, Wohin
Macht allmaehlich Sinn

Das grosse DAU
Macht mich zur Frau

Es befinden sich in meinem Kopf
Tausende von Bruecken
Ich brauche den gezeichneten Knopf
Bloss noch niederzudruecken

Sind die Ketten erst abgestreift
Eine neue Frucht heranreift
Die neue Saat ist schon gesaeaet
Fuer Wachstum ist es nie zu spaet

Und wie die Dauisten sagen
Soll man jeden Tag was wagen

Ich weiss jetzt: meiner Reise Ziel
Ist die Pruefung; ist ein Spiel

Das kann zuweilen ernst ausgehen
Fuer andere kaum anzusehen

Doch jetzt kenn ich alle Figuren
Und kann nicht mehr verlieren

Das Leben spielt mit mir
Und ich spiel mit dem Spiel
Ich bin ein einziges Vakuum
Der Druck ist kaum auszuhalten
Noch lauf ich ohne Risse rum
Noch bin ich nicht gespalten

Montag, 12. März 2007

Ach, ich falle aus mir heraus!
Es brennt in meinem Haus

In meiner Welt wuetet ein Sturm
Er ruettelt an meinem Elfenbeinturm

Schoen hab ichs mir darin gemacht:

All die kleinen Luegen
In bunte Schaechtelchen verpackt
Wo sie sich huebsch zusammenfuegen
Die Blumenuhr noch schlaegt im Takt

Ich! Die Koenigin im weissen Schloss
Die Haende ruhig in meinem Schoss
Unter meinem Thron die Scherben
Die ich versuche zu verbergen

Und vor mir eine kleine Welt
Die nur mein Glanz zusammenhaelt
Die ohne diesen leichten Schimmer
Leise in sich zusammenfaellt
Versinkt im weiten Nichts fuer immer

O' wie erbarmungslos ich doch falle!
Und jeden Moment zur Erde knalle

Doch mein Knallen
Wird im Sturm verhallen
Nur mein schriller Schrei
Reisst das Donnern entzwei

Und ... ploetzlich ...

... ist es ganz still -

Dem gueldenen Prinzen:

Unsere Trennung ist bald drei Wochen her
Und ich vermisse dich noch immer
Manchmal scheint es mir sogar
Es wuerde von Tag zu Tag schlimmer

Was soll ich dir denn schon schreiben
Ohne dir mein Herz zu zeigen
Meine Worte erscheinen mir
Seltsam leer und schwer

Samstag, 10. März 2007

Eigentlich ist alles leicht
Eigentlich ist alles Licht
Nur, dass eben auch leicht
Etwas fuer immer zerbricht ...
War gestern wiedereinmal wandeln
Von einem Stern zum andern
Bis ueber beide Regenbogen
Waren meine Sinne verschoben

Doch dazwischen tat sich auf
Ein riesiges, schlammiges Tal
Die Sprache wie im freien Fall
Komm ich nicht den Berg hinauf

Dafuer kann ich mich sehr wohl bedauern
Und darueber arg versauern
Alles mit mir ringen
Wird mir da nix bringen

Ich muss texten, schreiben, sprechen
Meine grosse Scheu durchbrechen

Wuhrwahn

Unser Kuehlschrank stoehnt so
Wenn man ihn zumacht
Nicht weil er leer ist
Nein - er ist grundsaetzlich traurig

Und mein Bett?
Ja mein Bett liegt schief
Somit liege auch ich schief
Im Traum; die ganze Nacht
Ich stehe ...
Bin gestrandet ...
Bin eine stehende Welle
- Unertraeglich

Ich will doch in die Welt hinaus
Ich will es seh'n
Und spuer'n
Und erfahr'n

Ach, ich bin so hilflos!
Und so einsam ...

Der Alleingang ist mir
So furchtbar fremd geworden

Aus dem Kaefig aus Gold
In den Kaefig aus Dunst

Und Freiheit kann ich
Nur noch erfinden

O' es macht mich so traurig
Die Strasse biegt sich
Unter meinem schweren Gang

Ja, ich bin so traurig
In meiner Gegenwart
Steht das Kerzenlicht ganz still

Die Welt um mich herum
Ist wunderbar leer
Und grausam egal

Ich stehe ...
Still

Und ein Kreis dreht
Dreht sich um mich
Diese Liebe ist einmaliger Natur
Sie ist Natur pur

Und das heisst liebe Leute
Lust und Leidenschaft
Heute, gestern - morgen;
Nochmals, wieder heute

Zu jeder Zeit
Allzeit bereit -
Wenn die Natur schreit

Ich kann nicht mehr!
Ich kann das nicht!
Ich will raus!
Ich will hier weg!

... Doch komm nicht vom Fleck ...

Er kam, sah, siegte
Und hinterliess einen Klecks

Hier steh ich nun
Und weiss nicht mehr
Was lassen, was tun
Und bin auf einmal so leer

So war das nicht ausgemacht!

Es gab eine Zeit
Da hast du gedacht
Du haettest mit aller Beharrlichkeit
Dein Ebenbild aus mir gemacht

Es gab diese Zeit
Da hab ich geseh'n
Du traegst mich zwar weit
Doch kommst mich teuer zu steh'n
Immer, wenn es regnet
Muss ich an dich denken

An dich, der du den Regen
Gehasst hast -
Mit solcher Hast gehasst hast

Weil's dir nicht passt
Dass du uebers Wetter
Keine Kontrolle hast
Ueber dieser Liaison
Liegt ein dunkler Bann
Den niemand von uns bezwingen kann

Wir wollen Bruecken bauen
Uns in die Augen schau'n
Einander vertrau'n

Nun ich aber
Vertraue dir nicht mehr
Der letzte Bruch naemlich
Ist noch gar nicht solange her

Und du verstehst die Kunst
Dinge heraufzubeschwoeren
Wo sie gar nicht hingehoeren

Ich will einfach nur weitergehn
Kann nicht laenger rumstehn
Und mich mit dir im Kreise drehn

Was du hier von mir verlangst
Uebersteigt meine Gunst
Es verwehrt mir die Liebeskunst

Dies ewige Draengen nach mir
Macht mich auf Dauer ganz krank
So find' ich nie den Rank

Es ist mir komplett verwehrt
Meinen eigenen Weg zu gehn
Ich kann mir so nur im Wege stehn
So sitz ich hier und warte
Auf etwas, das mich aufruettelt
Dass etwas mich aufschuettelt
Ich warte auf die beste Karte

Doch es scheint das Kartenblatt
Keine guten Karten hat
Und ich vermag die vielen
Spiele nicht zu spielen

So wart ich hier im Sitzen
Dass etwas in mir erblueht
Doch scheinbar laesst sich mein Gemuet
Von gar-gar nichts erhitzen
Ich lebe in einer Weise
In der ich um mich selber kreise
Mondtochter meine Liebe
Es ist an der Zeit
Frieden zu schliessen
Und aufzuhoeren auf dich selbst zu schiessen

Ende mit den Seitenhieben
Zeit zu lieben
Zeit zu oeffnen
Zeit zu fallen
Es ist Zeit!

Deine Zeit - drum sei bereit
Mach die Augen auf - dein Herz
Jede Sekunde an Glueck zaehlt

Also hoer jetzt auf zu leiden
Dich dunkel zu bekleiden
Geh ins Licht
Bis der boese Wichtel bricht
Und nur noch Sonne aus dir spricht

Zeit die Mauer niederzureissen
Neue Sterne augzugleissen
Neuem Glanz zu folgen
Neuem Licht zu schwelgen

Denn dein Licht
Alles Dunkel durchbricht!

Dein Glueck, deine Zeit
Verspiel sie nicht durch Verschlossenheit
Werde frei im Geist, dein Haus
Und schick die boesen Wichtel raus
Sie zerkleben dir dein Herz
Und bringen weiterhin nur Schmerz
In meinem reinen Geist
Ein dunkler Kaefer haust
Der immer-immer wiederkehrt
Sobald die Erinnerung sich ruehrt

Der Kaefer hat sich festgesetzt
Und zuletzt
Meine Elfe verletzt
Die Koerper und Geist vernetzt

In diesem dunklen Bann
Ich mich nicht mehr ruehren kann

Das Leid muss raus!!
Doch ich finde die Worte nicht
Finde sie nicht!
Nicht! Noch immer nicht ...

Mittwoch, 7. März 2007

Zeitweise ...

Hab ich diese Wut in mir
Ein tiefes Grollen in meinem Bauch
Es kommt aus dem Nichts daher
Und frisst mich auf

In einem solchen Moment
Wird mein Herz von meinem Kopf getrennt

Meine Gedanken drehen endlose Kreise

Zu solcher Zeit
Seh ich mich zu allem bereit
Gebt mir ein Messer zur Hand
Ich ginge bis ganz an den Rand

Doch dabei hass ich mich so sehr
Und fuehl mich schrecklich leer

Die Menschen um mich herum
Find ich scheusslich und dumm

Ich wuerd mich nicht scheuen
Ihnen eine runterzuhauen
Sollten sie mir auf die Fuesse treten
Waere ich nicht mehr zu retten

So soll ich nur mit all dem Aerger hin?
Was kann ich tun
Damit meine Geister wieder ruhn
Ich wieder eins mit mir bin

Ach, diese dunklen Gespenster
Regelmaessig wiederkehren
Treten ein durch mein Seelenfenster
Wo sie sich erneut vermehren

Ihr Atmen friert mich ein
Ich werde ganz und gar aus Stein

Noch hab ich keinen Weg gefunden
Diesen Zustand zu ueberwinden
Und ich kann mir nicht erklaehren
Woher diese Geister wiederkehren

Montag, 5. März 2007

Meine Reise fuehrt nach Norden
Mit dem Norden kommen Sorgen:

Wie schaut es wohl Zuhause aus?

Sind alle noch gesund
Frage ich mich Stund fuer Stund

Meine Freunde vermiss ich sehr
Und die Familie noch viel viel mehr

Ich moecht die Kinder lachen hoeren
Meiner Schwester Waerme spueren
Ich wuenscht ich koennt viel mehr erzaehlen
Taeglich ihre Nummern waehlen

Ich vermiss sie alle so so sehr!

Um meinen Vater mach ich mir Sorgen
Ich denke an ihn jeden Morgen

Ich wuenscht die Zeit wuerd schneller vergehn ...
Ich moecht ihn gerne wiedersehn

Doch nach dem Reisen
Will ich endlich beweisen
Dass wirklich etwas in mir steckt
Das die Welt aus ihrem Schlummer weckt

Ich war so lang ein Sorgenkind
Ein verirrter Wirbelwind

Und ploetzlich bleibt
Mir nicht mehr viel Zeit

Ich moecht soviel ihm noch zeigen
Ueber meine Schatten steigen
Soviel noch zurueck ihm geben
In diesem wertvollen Leben

AfterTime ...

Ich hab eine traumlose Nacht
Hinter mich gebracht

Mein Schlaf war leicht
Auf meiner Brust sitzt ein Zwerg
Der nicht mehr von der Stelle weicht

Sein Atem ist eisig kalt
Mir friert mein Gesicht
Mich erdrueckt sein Gewicht
Der Zwerg ist hunderttausend Stunden alt

Es ist der Gnom des Grams
Der letzthin ueber mich kam

Und die Hexe der Einsamkeit
Die mich eisern entzweit
Mein Weg zur Zeit
Ist sonderbar
So weit
Und wunderbar klar

Die schoensten Dinge
Ergeben sich
Und ich singe
Die schoensten Lieder ueber mich!

Mein Geist ist wach
Mein Koerper eine Pracht
Wir spielen Schach
Bis tief in die Nacht

Und wir springen
Wir singen!
Wir haben unsere eigene Welt
Aufgespannt - ein buntes Zelt

Und so verweilen wir
Zeitlos im Jetzt und Hier
Allzeit bereit
Fuer unsere eigene Einsamkeit

Mein Weg ist leicht
Und es duenkt mich zuweilen
Ich koennt fuer immer so verweilen
Mein Sein in die Unendlichkeit reicht

Meine Reise fuehrt ueber die See
Wasser waescht mich rein
Klaehrt meine Sorg und Weh
Wir moechten ewig so sein

Ach mein Prinz aus Gold
Bist mir so hold
Aus deinen Augen sprueht die Sonne
Ich hoer dir zu mit Wonne

Du gefaellst mir wie du bist
Ein kleiner Lebensartist
Immer ein Laecheln um die Augen
Augen voller Schalk und List

Und dein Koerper, ach
Ich koennt ihn ewig berueheren
Mit den Fingern kleine Kreise fuehren
Und dich in mir spueren

Du scheinst so rein
Deine Haut so fein

Mein goldener Prinz!
Voll Schalk und Glanz ...

Cards on the Table

Ich halte etwas Wundervolles in der Hand
Doch in der Nacht zum Alp
Es schmerzlich verschwand
Und die Schwerter schneiden kalt

Also bin ich steif
Nichts bewegt sich in mir
Eigentlich bin ich wie tot
Gefangen im Jetzt und Hier

Und will doch immer fort ...
Weit, weit fort an einen anderen Ort

Doch kann ich nirgens verweilen
Muss staendig weitereilen

Nun aber bin ich gezwungen
Meine Eile runterzubringen

Zu verweilen
Nicht zu eilen

Zu erfahren
Durch tiefe Wasser zu fahren

Es gibt keinen Weg zurueck
Mich erwartet das Glueck
Auf der anderen Seite
In ferner, ferner Weite

Doch mir geht es um diesen Moment
Der auf weiteres die Ferne trennt

Das Hier und Nun will ich verstehn
Ich will einen leisen Schimmer sehn

Ich will lernen
Und Fruechte ernten
Ich moechte verehren
Und verehrt werden

Doch bin ich steif!

Mein Hirn ein Zwang
Um meinen Hals ein Strang

Verschwiegen traeume ich vor mir her
Und erkenne mich selbst nicht mehr
Selber zu denken faellt mir schwer
Und ich erdruecke immer mehr

Diesen Steinkreis moecht ich sprengen
Wieder durch die Waelder springen
Wieder singen, wie von Sinnen

Tausend Stimmen
In mir klingen

Ich will den Kreis durchdringen!

Freitag, 23. Februar 2007

Diese Nacht war sonderbar
Traumlos, endlos, klar
Frueh bin ich erwacht
Und hab mich wieder aufgemacht

Die Strass noch leer
Die Gerueche schwer

Fruehstueck hab ich weggefegt
Mich dann wieder hingelegt

Doch was dann kam
Mir den Atem nahm
Traeume haben mich gejagt
An denen ich beinah verzagt

Mein Innerstes, das stritt so sehr
Gegen was weiss ich nicht mehr
Wenn Aengste Aengste jagen
Ist keine Ruhe mehr zu haben

Zwischen Palmen Gedichte psalmen

Ja hier laesst sichs reichlich leben
Alles klein und rein - so fein
Taeglich auf den Straendchen kleben
Wenig denken; einfach sein
Mein Kompass zeigt
Stetig gen Sued-Osten
So weit mich meine Reise traegt
Werde ich nicht rasten

Gerne sitz ich hier
Ertrink im Horizont
Es erblueht mein Kind
Das mir innewohnt

Ungezwungen, leise und scheu
Ertast ich alles, was mir neu
Still und unsichtbar wie einst
Als kleiner, suesser Geist

Diese Rolle gefaellt mir zuweilen
Wirklich sehr
So haste ich ohne zu eilen
Und verlier mich immer mehr
Es weht ein neuer Wind
Ach, wie tanzt mein Kind
Ueber weisse Wolken geschwind

Und waehrend es behende tanzt
Leise Stapfen in die Wolken trampt
Ein weiches Sternenbild aus Samt

Das Bild scheint weich
Jeder Stapfen ein kleiner Teich
Flach doch tief zugleich

Noch waehrend du nach oben blickst
Es langsam in die Ferne rueckt
Den Sinn hast du nicht entdeckt
Ja so geht das mit den Traeumen
Sich oefters mal in Luft aufschaeumen
Und dann haengen in den Baeumen

Irgendwann in die Ferne ziehn
Meine Sinne mit ihnen fliehn
Und so wie es schien
Fuer lange enttragen sind

Es weint mein Kind
Doch mit dem steten Wind
Die Schluchzer nicht zu hoeren sind

Ein Traum im Wind
Verweht geschwindt
Verschwindt
What can I say
I thank you for every day
It was a wonderful time
And a beautyful game

We shared some special moments
Became real good friends
From yesterday I still hear
Thy laugh in my ear

You made me smile
It's been a while
Since I felt so free
So light - so me
Wie die ewigen Gezeiten
Zieht meine Seele in ferne Weiten
In mir sind Stimmen am ringen
Die duestere Lieder singen

Gestern noch war da ein Stern
Jetzt ist er grausam fern
Und sein helles Schimmern
Gleicht mehr einem Wimmern

In mir drin herrscht tiefe Nacht
Mir wurde das Licht ausgemacht
Meine Elfe wurde umgebracht
Ich bin aus einem wunderschoenen Traum erwacht ...

Nie haette ich gedacht
Ein Herz, so rein, zu treffen
Ich wuenscht ich koennt die Sterne greifen
Und lachen wie gestern Nacht

Mein Herz ist schwer
Die frohen Stunden eine Weile her
Mein Herz ist entzwei gesprungen
Ich halte es mit Not zusammen

Es ist ein Schreien in mir
Das moecht hinaus in die Welt
Doch ich bin gefangen im Nun und Hier
Umhuellt von einem schweigsamen Zelt

Ich befinde mich im freien Fall
Und warte auf den erloesenden Knall
Warte, was jetzt kommen mag
Mit jedem, neuen, fernen Tag
Es ist mir, als fege ein Sandsturm
Ueber mein Herz
Mich duerstet
Nach dir

Ach, mein goldener Prinz
Ich vermisse deinen Glanz
Ich moechte trinken von deinen Lippen
Mich in deinen Armen wiegen

Mir ist, als stuende eine Mauer
Vor meinen Augen
Mitten im Kopf

Ich bin sehender als die Blinden
Und blinder als die Sehenden
Ich bin ein Bluetenblatt im reissenden Strom
Und eine stehende Welle im Raum

Ich will schreien
Und muss doch tapfer sein
Mir liegen die Steine schwer
Im Mund und auf dem Herz

Mein goldener Prinz
Wir waren zwei Sterne
Hell leuchtend
Zusammen in weiter Ferne

Zwischen uns entstand
Ein wundervolles Band
Wir haben uns erkannt
Uns der Sonne zugewandt

Wir waren zwei Voegel
Verspielt auf den Aesten tanzend
Wir flogen hoch
Und balzten wild

Mir ist, als waere mein Herz
Eingeschnuert
Umwickelt mit Draht
Damit es nicht auseinanderfaellt

Mein dunkler Koenig
Weiser Krieger auf einsamen Wege
Ich weiss mein Herz kaum zu verbergen
Vor dir

Wir waren so stolz
Und fuehrten das Schwert
Jeder in seiner eigenen Weise
Ach, wir hatten Angst

Es sind die Narben - die Alten
Es soll heissen
Dass sie reissen
Und nicht fuer ewig halten

Oh, wir fuerchten ihn so sehr
Den Schmerz
Dass wir verschliessen
Unser Herz

Die Gedanken verdraengen
Die uns naeher braengen

Wir geniessen wohl bedacht
Dass ploetzlich ueber Nacht
Unsere kleine heile Welt
Ruck-zuck auseinanderfaellt

Und zwei Sternen gleich
Einsam unsere Bahnen ziehen
Und uns vielleicht nie wieder sehen

Mein goldener Koenig
Du warst so leicht

Wir konnten ueber Fluesse springen
Und ueber die Bruecken lachen
Wir konnten Seen durchschwimmen
Und in Hoehlen tauchen

Fische im weiten Ozean
Wir haben uns gefunden
Unsere Sprache erfunden
Uns verbunden

Jetzt bin ich allein
Und mit dir
Hab ich verlernt
Einsam zu sein

Mein Gang ist lahm
Mein Blick ist scheu
Mein Schweigen treu
Der Rauch mir zahm
Mein dunkler Prinz aus dem fernen Sueden
Waerst du doch bei mir geblieben

Wir hatten eine wunderbare Zeit
Fuer uns sangen die Voegel
Und die Sonne hat dazu gelacht
Der Mond hat uns den Weg gezeigt
Begleitet von den Sternen

In meinem Ohr sitzt
Noch dein Lachen von gestern
Es kitzelt mich - doch ich will weinen
Mich mit dem Mond vereinen

Mein goldener Prinz war so schoen
Ich moecht ihn gerne wiedersehn

Ach ich bin so traurig!
Die Wellen des Flusses
Wollen mich wiegen
Und sehen, dass meine Traenen versiegen

Doch ich - ich bin untroestlich traurig
Traurig und still

Meine Blumenuhr tickt laulos vor sich hin
Und die grauen Nebel des Grams
Umhuellen die Bluetenpracht

In mir drin ist finstere Nacht

Ich bin so traurig
Schmetterlinge legen ihre Fluegel fuer mich ab
Und schmuecken mir mein Haupt

Doch die Farbenpracht
Kaum angemacht
Zerfaellt zu Staub
Wie vertrocknetes Laub

Ich bin so traurig!
Die Waende wollen mir naeher ruecken
Um mich vor weiterer Qual zu beschuetzen

Das wird nichts nuetzen

Heute fuellen Traenen die trockenen Taeler des Mondes

Mein Gesicht ist wie der Mond
Von fern
Heut ists Nacht
Und die Traenen schimmern zauberhaft