Es ist mir, als fege ein Sandsturm
Ueber mein Herz
Mich duerstet
Nach dir
Ach, mein goldener Prinz
Ich vermisse deinen Glanz
Ich moechte trinken von deinen Lippen
Mich in deinen Armen wiegen
Mir ist, als stuende eine Mauer
Vor meinen Augen
Mitten im Kopf
Ich bin sehender als die Blinden
Und blinder als die Sehenden
Ich bin ein Bluetenblatt im reissenden Strom
Und eine stehende Welle im Raum
Ich will schreien
Und muss doch tapfer sein
Mir liegen die Steine schwer
Im Mund und auf dem Herz
Mein goldener Prinz
Wir waren zwei Sterne
Hell leuchtend
Zusammen in weiter Ferne
Zwischen uns entstand
Ein wundervolles Band
Wir haben uns erkannt
Uns der Sonne zugewandt
Wir waren zwei Voegel
Verspielt auf den Aesten tanzend
Wir flogen hoch
Und balzten wild
Mir ist, als waere mein Herz
Eingeschnuert
Umwickelt mit Draht
Damit es nicht auseinanderfaellt
Mein dunkler Koenig
Weiser Krieger auf einsamen Wege
Ich weiss mein Herz kaum zu verbergen
Vor dir
Wir waren so stolz
Und fuehrten das Schwert
Jeder in seiner eigenen Weise
Ach, wir hatten Angst
Es sind die Narben - die Alten
Es soll heissen
Dass sie reissen
Und nicht fuer ewig halten
Oh, wir fuerchten ihn so sehr
Den Schmerz
Dass wir verschliessen
Unser Herz
Die Gedanken verdraengen
Die uns naeher braengen
Wir geniessen wohl bedacht
Dass ploetzlich ueber Nacht
Unsere kleine heile Welt
Ruck-zuck auseinanderfaellt
Und zwei Sternen gleich
Einsam unsere Bahnen ziehen
Und uns vielleicht nie wieder sehen
Mein goldener Koenig
Du warst so leicht
Wir konnten ueber Fluesse springen
Und ueber die Bruecken lachen
Wir konnten Seen durchschwimmen
Und in Hoehlen tauchen
Fische im weiten Ozean
Wir haben uns gefunden
Unsere Sprache erfunden
Uns verbunden
Jetzt bin ich allein
Und mit dir
Hab ich verlernt
Einsam zu sein
Mein Gang ist lahm
Mein Blick ist scheu
Mein Schweigen treu
Der Rauch mir zahm
Freitag, 23. Februar 2007
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1 Kommentar:
Good words.
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