Mittwoch, 26. März 2003

:: Dritte Sonne :: Zauberer ::

Hab genügend Abstand gefunden.

Ohne allzu grosse Wunden
Zieh ich mich nun zurück
Zumindest ein kleines Stück.

Falls alles in die Hose geht
Und sich die Erde wieder dreht
Soll meine Elfe nicht weinen
Sie soll doch noch scheinen.

Einem gehört nicht alle Energie allein
Sonst würden wir wohl ewig einsam sein
Und alles Licht aufs Mal verschwenden
Alle Liebe auf einmal senden.

(XI-2003)

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Gefangen in einer Märchennacht
Hab ich mich zu Fall gebracht
O welch bittersüsser Sturz
Der Liebe Arme sind so kurz

Ich hätte nie nach dir gesucht
Und hab Verbindungen schon verflucht
Hab viel Glück in mir gefunden
Mein inneres Schreien überwunden

Sieh mein Drache, der nach dir sinnt
Der meinen Verstand durcheinander bringt
Höre des Drachens Feuerruf
Teufelsgeknister liegt in der Luft

Woher bloss soviel Leidenschaft
Die du in mir vertausendfacht
In dieser einen Sternennacht
Wo ich mich zu Fall gebracht

(IX-2003)

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 Du - es verleidet mir!

Kannst dus denn nicht sehn?
Lässt mich weite Kreise drehn

- Ich suchte mal nach dir

Es ist eine Weile her
Da vermisste ich dich sehr

Dies ist nun vorbei -
- Verzeih

(XII - 2003)

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Schleierhafte Nähe zwischen uns
Ferne Rufe verwischen den Nebel
Zögerhandeln, Falten werfen
Ist dies eine Dornenwand hinter der du wachst?
- Losgerissen vom Schlaf ...

Alte, deine Träume bittersüss und schwer
Bist mit dem dichten Wald gewachsen
Einsamverlassen, Trübsinnend
Seh ich etwa den alten Mann in dir?
- Zurück vom Rückzug ...

(VII-2003)

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 Wenn Falter sich zu Blüten wandeln
Fliegen zarte Blumen auf
Der Wind sich um mich im Kreise dreht
Meine Gedanken in die Ferne zieht

(X-2003)

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 Ja was denn nun?

Wenn kein Licht
Dein Dunkel durchbricht?

Soll ich da was tun?

(XII - 2003)

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 Drum lass mich dir ein Lichtlein sein
Dir scheinen in deine Welt hinein
Bin selber zwar auch nicht ganz rein
Doch fühl ich mich in deinem Herz daheim

(X - 2003)

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 Hast leise an mein Herz gerührt und feine Glut zu Feuer geschürt, jetzt fühl ich mich wie eingeschnürt, ach lass mich wieder gehn! Seit ich dich kenne bleibt die Mondin stehen und Sterne sind kaum mehr zu sehn.
Weh mir! Muss sachte Wasser zur Quelle bringen, muss mich zwingen zu gewinnen den Abstand den ich brauch, den Halt und eben auch will ich für mich mein Glück nun finden, mein Leben ändern ohne die andern. Ich kann das allein - brauch bloss mutig zu sein!

(VIII-2003)

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 Endlich den Mut gefasst
Was ich wochenlang verpasst
Nach Auskunft zu fragen
Meine Elfe zu laben

Vorbereitet ist alles schon
Es kommt mir vor wie Hohn
Will mich verschenken
Ohne an meine Zukunft zu denken

Was ist so wichtig daran
Dass man etwas Nähe haben kann
Dabei hab ich kaum Raum
Und bin immer voll down

Schlechte Ausgangslage
Wenn ich ihm nun alles sage
Was will ich denn?
Ohne dass ich mich verrenn?!

(IX-2003)

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 Als Schmetterlinge sich zu Blüten wandelten
Flogen zarte Blumen auf
Der Wind sich um mich im Kreise dreht
Und Gedanken in die Ferne ziehn

(VIII-2003)

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 Ich dachte sie geht vorbei
Diese lästige Schwärmerei

Doch meine Träume reden eine klare Sprache
S'ist kein Segen - ist es Rache?

Wieviele Herzen hab ich geknickt
Wieviele Männer waren nach mir verrückt!

Es ist wie eine Spur
Die viele Zeiten verdunkelt
Dafür hab ich wohl Gespür
Mein Leben mir leis munkelt


(XI - 2003)

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 Seimen der Zauberer

Was hab ich mir bloss ausgedacht
Als ich dich zu meinem König gemacht
Ich wollte wohl Verdruss erspüren
Mich selber wieder ins Dunkel führen

Hab intuitiv von Anfang an gespürt
Dass es uns nicht zueinander führt
Weshalb ich all den Mut erfasste
Dir diesen Gefühlsschwall verpasste

Denn noch nie hab ich annähernd erlebt
Dass jemand mich dermassen belebt
Meine Seele so zum Sprühen bringt
Meine Inspirationssaite schwingt und klingt

Aber du willst mein Herz nicht besitzen
Also dreh ich dir den Rücken zu
Geh ich mich anderswie verletzen
Und es wars mir wert - dies Risiko

Eigentlich wars ein schwacher Moment
Fühlte mich recht einsam - beklemmt
Deshalb hielt ich mich an dir fest
Und dann ... ach - du kennst den Rest

Doch nie vergess ich denn ersten Blick
Den du mir warfst und ich dir zurück
Der meinem Herz diesen Käfig verpasste
Und diese unheimlichen Klänge entfachte

Aber du willst mein Herz nicht besitzen
Und ich kann es dir nicht übel nehmen
Willst dich nicht an mir verletzen
Willst und kannst nicht nach mir sehnen

Wenn nicht von mir du wirst es lernen
Kannst dich nicht auf Ewig entfernen
Sobald Wärme an dein Herzen dringt
Und eine Stimme deinen Namen singt

Ich weiss ich kann dich nicht gewinnen
Hab mit zu offenen Karten gespielt
Werde nicht länger mehr nach dir sinnen
Und erkenn ja, dass ich mich verzielt

(IX-2003)

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 Na, Zauberer, du hast ja recht
Es war ein tolles Jahr
In dem ich sorgte mir recht schlecht
Und dir so ein Spiegel war

(XII-2003)

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 Über mir liegt eine Nacht
Meine Worte wurden umgebracht
Sie schwebten wie Blüten durch den Raum
Doch landeten auf deinem Saum
Wo sie nun langsam verblassen
- Du willst sie ja nicht fassen

Liegt es an der Zeit?
Sag, wann bist du bereit?
Bin ich dir denn keine Zier?
Siehst du nicht das Gold in mir?

Dies wird das letzte Gedicht
Damit verschliesst sich mein Gesicht
Sonst verirrt sich mein Verstand
In einem fernen, dunklen Land
Ich mag nicht mehr an dich denken
Will dir keine Träume mehr schenken
Die nur Hoffnung entfachen
Und mich quälen beim Verwachen

Hab mich verloren irgendwie
Krieche auf blutendem Knie
Stehe so weit unter mir
Und alles doch nur wegen dir
Ich wurde noch nie so ignoriert
Hab nie Gleichgültigkeit verspürt
Bisher haben mich alle erkannt
Wurde ich etwa verbannt?

Schatten dunkeln meinen Stolz
Hab ihn geschnitzt aus Ebenholz
In langen, langen, langen Stunden
Als ich plötzlich dich gefunden
Und jetzt ist das Holz zerrissen
Woher sollte ich denn wissen
Dass es absolut nichts bringt
Wenn man nach deinem Herzen sinnt

Wieviel Zeit wird wohl vergehen?
Irgenwann werd ich verstehen
Weshalb dies alles so kam
Er mir den Wind aus den Segeln nahm
Doch noch jetzt bin ich ein Schwan
Schwarz - jedoch für alle zahm
Flügelmenschen sind schwer zu stürzen
Weil eben sie dies Leben würzen

Ich werde immer an dich denken
Aber keine Gedanken mehr verschenken
Um "uns" herum wird alles still
Ganz einfach weil ich es so will
Ich hab dich zum König gemacht
Und so wirst du nun zu Fall gebracht
Ich entzieh dir diese Liebesmacht
Die meine Elfe fast umgebracht

Damit werden wir ja sehen
Ob sich die Sterne wieder drehen
Dann verlier ich mich im Himmelszelt
Tauch ein in eine neue Welt

Ja - ich hab mich in dir getäuscht
Verschlossen und unklar ist dein Geist
Deine Erscheinung birgt Unwetter
Was du brauchst, das ist ein Retter

Doch das Retten lass ich schon lange sein
Da schau ich besser für mich allein
Ich will ja auf eigenen Beinen stehen
Wie konnte dies bloss alles geschehen?
Was hab ich mir dabei gedacht
Als ich alle Tore aufgemacht?

Ein Geschenk an die Inspiration
Bewusst ist mir das schon
Aber der Preis war mir nicht klar
So stürzte ich blind in die Gefahr
Die Flügel meiner Elfe sind zerrissen
Ihr Gesicht wirkt sehr verbissen
Da ist jemand ganz schön sauer
Und wünscht sich eine starke Mauer

Doch was soll ich Mauern bauen
Darüber kein Mensch kann schauen
Besonders doch ich selber nicht
Denn dann fehlts entgültig an Licht
Ich wollt doch gerade Lichter fangen
Nicht mehr in der Finsternis bangen

Und so hab ich dich gewählt
Unter allen Sternen
Da für mich nichts andres zählt
Als von dir zu lernen

( X - 2003 )

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 Welch einsame Wege ich doch geh
Und wie ich mich so im Kreise dreh
Zwischen dir und mir gar spiegelklar
Erbebt nun leis der Zaubersee

Er ringelkringelt den matten Glanz
Legt seine Fläche in tiefe Falten
Trägt einen innigen Wellentanz
Was mögen hier für Kräfte walten?...

(2003 - XII)

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