Donnerstag, 27. März 2003

:: Dritte Sonne :: RetterPrinz ::

Ich glaub tatsächlich
Sist nicht so schwer
Auch wenns nun wirklich
Noch nicht lang her
Dreimal rasch Augenzwinkern
Sieben neue Tränen ins Meer
Lächelnd nun und winkend
Geb ich dich wieder her

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Vergibst du mir
- so vergeb ich dir

Verzeih mir hier
- ich verzeih dir dort
Will noch nicht fort
Zu fremd der Ort

Und doch zur Zeit
Ist der Bruch nicht weit
Der uns auf immer entzweit

(IV - 2003)

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So langi Zyt hani gmeint gha
I dir dr perfekti Maa z‘gse
Vo däm Bild chani nid ablah
O wenns zerschlage am Bode liit.

Es git se eifach nid
D‘Perfektion

Und doch würdemer no so guet zämepasse
Gnau das heimer doch immer so starch gschpürt
Aber wasi nid cha verstah schiint dir egal
Und zwüsch üs steit e Muur vo beidne konstruiert.

I cha nümm uf di zuecho
Hinterlah dir mis Gedankematerial

Hoffe du versteisch irgendwenn wie verletzt i bi
Mir müesse rede aber i chume nid zu dir.

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*Wenn ich an dich denke
Ist mein Herz so schwer -
Mein Kopf so stur.

*Weiss nicht genau weshalb
Fühle bloss die Wut, Enttäuschung
Diese unerträgliche Demut.

*Ich wünschte mir doch so sehr
Dass du erscheinst an meiner Tür
Aller wieder ins Reine bringst.

- Es liegt doch an dir.

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Ach du tragische Illusion
Dich wieder zu gewinnen
Nachdem ich dich verlor'n

Wann wirst du weichen?
Und entgültig zerrinnen
Wann, Hoffnung, bist du erfror'n

Es folgt der letzte Kampf
Um nach dir zu sinnen
Bin doch so verliebt bis über beide Ohr'n

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Der Sommer war wie eine Melodie
Von der ich nicht genug kriegen konnte
Wieder und wieder spielte sie
Schien kaum müde zu werden davon

Und ich vergass

Genoss

Erwachte - und fand mich wieder eng umhüllt
Gekleidet in Kindheit und Angst - entkleidet vor dir
Müde nun hatte die Melodie ausgespielt
Sie war es leid vor all dem Leid

Und schwieg

Vermied

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Es prickelt mich nach dir
Ich möcht lange liebestreiben
Fühl mich nicht besser als ihr
Kann es kaum beschreiben

Wechsle neun Mal mein Gewand
Schreite vorm Glanze aufundab
Ringe gegen meinen Verstand
Den ich wohl verloren hab

Vielleicht auf den Findling gestossen
Doch mit lautknirschem Knall
Mein eigenes Schicksal vergossen
Ein in Ketten gelegter freier Fall

Doch wo vergossen, da irgendwann blüht
Sodenn die Zeit den Sturz wolkt
Ich bin ja, bin ja , bin ja bemüht
Dass mich nicht alles ganz überrollt

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Suche immer nach dir
In jedem Gesicht
In jeder Bewegung
In jedem Klang
Meine Sinne bluten
Tropfen für Tropfen
Wie Blut
So Tränen
So Hoffnung
Kann kaum mehr schreiten
Schritt für Schritt
Mehr Verzweiflung
Mehr Unsicherheit
Mehr Zerstörungslust
Und will doch nicht fallen

Für dich, denn ich falle schon..

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Else Lasker Schüler

"Ich weiss immer,
Wann du an mich denkst -
Dann wird mein Herz ein Kind
Und schreit

Seit du nicht mehr da bist,
Ist die Stadt viel dunkler

An jedem geteilten Ort
Verweile ich und träume
Und helfe der Sonne deine Schönheit malen
An allen Wänden der Häuser

O, wie ich dich noch liebe ...

Vögel werden Knospen an den Ästen,
Und Rosen flattern auf

Ich weiss, dein Herz ist still,
Mein Name steht auf seinem Saum

Doch wenn mein Glanz in deinem Auge spielt,
So sind wir eine Welt,
Und würden entschlummern verzückt -
Aber deine Brauen sind Unwetter

O, deine süssen Augen
Sind meine Lieblingsblumen
Und dein Herz ist mein Himmelreich ...

Wir möchten uns küssen,
Aber es wäre wie Mord

Müde bin ich sehr, vom Wachen einsam"

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Else Lasker Schüler

"Wie ein heimlicher Brunnen
Murmelt mein Blut
Immer von dir, immer von mir

Oh ich bin so traurig
Sieh in mein verwandertes Gesicht

In der Nacht schweb ich ruhlos am Himmel
Und werde nicht dunkel vom Schlaf
Ich suche ewig dich
Es bluten meine Füsse

Komm, lass uns wie zwei seltene Tiere liebesruhn ...

Doch fremd ist dir die Not
Meiner Einsamkeit

Oh ich bin so traurig
Das Gesicht im Mond weiss es
Um meine Augen zieht die Nacht sich
Wie ein Ring zusammen

Oh, ich liebe dich, ich liebe dich

Engel pflücken sich dein Lächeln
Und schenken es den Kindern
Die spielen Sonne damit
Ja...

Wie ein heimlicher Brunnen murmelt mein Blut"

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