Es ist der Tag in Nebel völlig eingehüllt
Entseelt begegnen Welten sich
Bald haben Tränen alle Himmel weggespült
Der Tag ist bleich von Traurigkeit
Denn du, o du bist gestorben
Mein Herz klagt eine Sehnsucht weit
Und meine Schwestern höre
Ich weinen in meinem Blut
Hinter Bäumen barg ich mich
Bis meine Augen
Ausgeregnet haben
Noch immer muss ich träumen
Von deinen tiefen Glanzaugen
Die blickten wie junge Knospen
Von gottalten Bäumen
Dein Blass schneit von meinen Wangen
Ich bin so traurig
Mein Herz geht langsam unter
Ich weiss nicht wo
Wir sitzen Hand in Hand
Wie golden doch dein Blick war!
Und unsere Augen weiten
Sich fragend wie Kinderaugen
Weiss liegt die Trauer schon auf unserem Haar
Und es schliessen sich wie Rosen
Unsere Hände
Unsere Mutter hatte goldene Flügel
Die ihre eigene Welt fanden
Lichter waren ihre Finger und ihre Füsse wandernde Träume
Wie gross aufgetan deine Augen waren
Du hast den Himmel gesehen
So nah so tief
Und ich habe auf deiner Schulter
Mein Land gebaut
Du hülltest mich in dein Leben ein
Und hast mich gelehrt so wie du zu lachen
Ich schlang meine Arme um dich
Wie Gerank;
War doch mit dir verwachsen
Alle meine Schmetterlinge scheuchte ich
In deinen Garten
Nebel liegt auf meiner Wange
Nichts ist diebischer als die Kränke
Sie bricht dem Leben die Füsse
Ich wollte mir dir stille stehen
Zwei Zeiger auf dem Zifferblatt
Nie mehr soll es früh werden
Da man deine Jugend brach
In deiner Schläfe
Starb auch Paradies
Liebe Mutter, ich träumte schwer
Ich sah dich nicht an ohne Seufzer mehr
Und ohne heimliches Weinen
Und ich schenkte dir mein Herz, das rauscht
Ich wusste immer wann du an mich dachtest
Dann wurde mein Herz ein Kind
Und schrie
Jetzt bist du eine Sternin -
Wie wächst deine Seele
Über alle Welt hinaus!
Ihren Anfang verlierend
Über alle Zeit hinaus
Dein Herz wandert die letzte Nacht
Und geht
Und naht so weit und ewig wie ein Meer
Seit du begraben liegst auf dem Hügel
Ist die Erde süss
…
Engel plückten sich dein Lächeln
Und schenkten es den Kindern
Die spielen nun Sonne damit
Ja ...
Samstag, 5. Januar 2008
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2 Kommentare:
Angelehnt an Else Lasker Schüler natürlich.
Ja genau. Nicht nur angelehnt, eher ausgelehnt und neu vermischt. Alles ELS.
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