Sonntag, 25. März 2007

Also, wenn ich das richtig seh
Ich mein Leben nicht ganz versteh

Bin verhaftet in alten Mustern
Die mir halfen meinen Weg zu meistern

Das ging bis jetzt ganz gut
Doch ab heute brauch ich neuen Mut
Man kann sagen einen neuen Hut
Ein neues Boot
Fuer die naechste Flut

Die Letzte hat mich weit gebracht
Hat meine Nacht zum Tag gemacht

Doch noch immer wehr ich mich dagegen
Versuch mein altes Leben zu leben
Noch die selben Netze zu weben
Und daran bleib ich nun kleben

Mein Freund, es ist nicht leicht zu fliegen
Wenn man versucht noch am Boden zu liegen

Denn diese Schwere war lange mein Halt
Auf meinem Wege - so duester, so kalt

Doch ich versuche mich neu zu erfinden
Mich so lange am Boden zu winden
Bis dass meine alte Haut
Zwischen den Steinen hoch zu mir schaut

Bis dass mein eisiges Herz endlich taut
Der Falter sich zu fliegen traut
Auf neue Verhaltensmuster baut
Und seinen bunten Fluegeln vertraut

Denn Schmetterfliegen
Wie ich eine bin
Brauchen nicht herumzuliegen
Sie gehn mit dem Wind

Mittwoch, 21. März 2007

Ich sitz weinend an meinem eigenen Fluss
Ging einen langen Weg zu Fuss
Hier ist es, wo ich rasten muss

Die Traenen, die ich weine
Sind die Meinen; sind die Seinen

In mir ringt mein Verstand
Um die Steine in meiner Hand

Dieses Ufer ist ein schoener Ort
Und doch will ich fort

Uebers Wasser hinweg
Auf die andere Seite
Dort lockt mich die Weite
Dort lockt ein Weg

Die Steine in meiner Hand
Sind mir fremd ... sind Tand

Aber, aber, nur leider, eben
Will und kann ich sie nicht niederlegen

Montag, 19. März 2007

Unterschaetzt nie meine Macht
Aus mir spricht die Nacht
Doch meine Augen sind helle Sterne
Zwei Sonnen in weiter Ferne

Hinter diesen leuchtenden Augen
Stehen tausende von Fragen
Die mich abertausende von Meilen tragen
Und euch so die Sinne rauben

Ich weiss, ihr koennt das nicht verstehn
Aber meine Sterne koennen in eure Herzen sehn
Und zwar tief und rein
Mitten in euch hinein

Und das Tolle daran:

Mich drueckt keine Zeit
Mein Leben ist ein Fluss
Der langsam fliessen muss
Es tut mir leid!
Ich hab getestet
Und gelogen
Und gefestet

Ich selbst war die Prueferin
Und die Ent-Taeuschung
Ist gar schlimm

Ich hab nichts gegeben
Doch alles aufgesogen
All die kleinen Luegen entdeckt
Der Groll, der sich versteckt

Ja - ich hab verstanden!
Dafuer dank ich dir
Ich kann nun weiterwandern
Auf! Ins naechste Spiel

Freitag, 16. März 2007

Wie kann es sein, dass die Winde schweigen?

Ist Schweigen heilsam?

Kommen sie uns holen?

Wer sind die?
Und ich schreis in Wind
Ide Erwartig, dass sini Antworte weise sind
- Bin dich so sehr wieder Chind

Dienstag, 13. März 2007

Ich war auf der Suche nach dem DAU
Daran erinnere ich mich noch genau

Doch was ich fand
Raubt mir beinah den Verstand

All das Wo, der Schmerz, Wohin
Macht allmaehlich Sinn

Das grosse DAU
Macht mich zur Frau

Es befinden sich in meinem Kopf
Tausende von Bruecken
Ich brauche den gezeichneten Knopf
Bloss noch niederzudruecken

Sind die Ketten erst abgestreift
Eine neue Frucht heranreift
Die neue Saat ist schon gesaeaet
Fuer Wachstum ist es nie zu spaet

Und wie die Dauisten sagen
Soll man jeden Tag was wagen

Ich weiss jetzt: meiner Reise Ziel
Ist die Pruefung; ist ein Spiel

Das kann zuweilen ernst ausgehen
Fuer andere kaum anzusehen

Doch jetzt kenn ich alle Figuren
Und kann nicht mehr verlieren

Das Leben spielt mit mir
Und ich spiel mit dem Spiel
Ich bin ein einziges Vakuum
Der Druck ist kaum auszuhalten
Noch lauf ich ohne Risse rum
Noch bin ich nicht gespalten

Montag, 12. März 2007

Ach, ich falle aus mir heraus!
Es brennt in meinem Haus

In meiner Welt wuetet ein Sturm
Er ruettelt an meinem Elfenbeinturm

Schoen hab ichs mir darin gemacht:

All die kleinen Luegen
In bunte Schaechtelchen verpackt
Wo sie sich huebsch zusammenfuegen
Die Blumenuhr noch schlaegt im Takt

Ich! Die Koenigin im weissen Schloss
Die Haende ruhig in meinem Schoss
Unter meinem Thron die Scherben
Die ich versuche zu verbergen

Und vor mir eine kleine Welt
Die nur mein Glanz zusammenhaelt
Die ohne diesen leichten Schimmer
Leise in sich zusammenfaellt
Versinkt im weiten Nichts fuer immer

O' wie erbarmungslos ich doch falle!
Und jeden Moment zur Erde knalle

Doch mein Knallen
Wird im Sturm verhallen
Nur mein schriller Schrei
Reisst das Donnern entzwei

Und ... ploetzlich ...

... ist es ganz still -

Dem gueldenen Prinzen:

Unsere Trennung ist bald drei Wochen her
Und ich vermisse dich noch immer
Manchmal scheint es mir sogar
Es wuerde von Tag zu Tag schlimmer

Was soll ich dir denn schon schreiben
Ohne dir mein Herz zu zeigen
Meine Worte erscheinen mir
Seltsam leer und schwer

Samstag, 10. März 2007

Eigentlich ist alles leicht
Eigentlich ist alles Licht
Nur, dass eben auch leicht
Etwas fuer immer zerbricht ...
War gestern wiedereinmal wandeln
Von einem Stern zum andern
Bis ueber beide Regenbogen
Waren meine Sinne verschoben

Doch dazwischen tat sich auf
Ein riesiges, schlammiges Tal
Die Sprache wie im freien Fall
Komm ich nicht den Berg hinauf

Dafuer kann ich mich sehr wohl bedauern
Und darueber arg versauern
Alles mit mir ringen
Wird mir da nix bringen

Ich muss texten, schreiben, sprechen
Meine grosse Scheu durchbrechen

Wuhrwahn

Unser Kuehlschrank stoehnt so
Wenn man ihn zumacht
Nicht weil er leer ist
Nein - er ist grundsaetzlich traurig

Und mein Bett?
Ja mein Bett liegt schief
Somit liege auch ich schief
Im Traum; die ganze Nacht
Ich stehe ...
Bin gestrandet ...
Bin eine stehende Welle
- Unertraeglich

Ich will doch in die Welt hinaus
Ich will es seh'n
Und spuer'n
Und erfahr'n

Ach, ich bin so hilflos!
Und so einsam ...

Der Alleingang ist mir
So furchtbar fremd geworden

Aus dem Kaefig aus Gold
In den Kaefig aus Dunst

Und Freiheit kann ich
Nur noch erfinden

O' es macht mich so traurig
Die Strasse biegt sich
Unter meinem schweren Gang

Ja, ich bin so traurig
In meiner Gegenwart
Steht das Kerzenlicht ganz still

Die Welt um mich herum
Ist wunderbar leer
Und grausam egal

Ich stehe ...
Still

Und ein Kreis dreht
Dreht sich um mich
Diese Liebe ist einmaliger Natur
Sie ist Natur pur

Und das heisst liebe Leute
Lust und Leidenschaft
Heute, gestern - morgen;
Nochmals, wieder heute

Zu jeder Zeit
Allzeit bereit -
Wenn die Natur schreit

Ich kann nicht mehr!
Ich kann das nicht!
Ich will raus!
Ich will hier weg!

... Doch komm nicht vom Fleck ...

Er kam, sah, siegte
Und hinterliess einen Klecks

Hier steh ich nun
Und weiss nicht mehr
Was lassen, was tun
Und bin auf einmal so leer

So war das nicht ausgemacht!

Es gab eine Zeit
Da hast du gedacht
Du haettest mit aller Beharrlichkeit
Dein Ebenbild aus mir gemacht

Es gab diese Zeit
Da hab ich geseh'n
Du traegst mich zwar weit
Doch kommst mich teuer zu steh'n
Immer, wenn es regnet
Muss ich an dich denken

An dich, der du den Regen
Gehasst hast -
Mit solcher Hast gehasst hast

Weil's dir nicht passt
Dass du uebers Wetter
Keine Kontrolle hast
Ueber dieser Liaison
Liegt ein dunkler Bann
Den niemand von uns bezwingen kann

Wir wollen Bruecken bauen
Uns in die Augen schau'n
Einander vertrau'n

Nun ich aber
Vertraue dir nicht mehr
Der letzte Bruch naemlich
Ist noch gar nicht solange her

Und du verstehst die Kunst
Dinge heraufzubeschwoeren
Wo sie gar nicht hingehoeren

Ich will einfach nur weitergehn
Kann nicht laenger rumstehn
Und mich mit dir im Kreise drehn

Was du hier von mir verlangst
Uebersteigt meine Gunst
Es verwehrt mir die Liebeskunst

Dies ewige Draengen nach mir
Macht mich auf Dauer ganz krank
So find' ich nie den Rank

Es ist mir komplett verwehrt
Meinen eigenen Weg zu gehn
Ich kann mir so nur im Wege stehn
So sitz ich hier und warte
Auf etwas, das mich aufruettelt
Dass etwas mich aufschuettelt
Ich warte auf die beste Karte

Doch es scheint das Kartenblatt
Keine guten Karten hat
Und ich vermag die vielen
Spiele nicht zu spielen

So wart ich hier im Sitzen
Dass etwas in mir erblueht
Doch scheinbar laesst sich mein Gemuet
Von gar-gar nichts erhitzen
Ich lebe in einer Weise
In der ich um mich selber kreise
Mondtochter meine Liebe
Es ist an der Zeit
Frieden zu schliessen
Und aufzuhoeren auf dich selbst zu schiessen

Ende mit den Seitenhieben
Zeit zu lieben
Zeit zu oeffnen
Zeit zu fallen
Es ist Zeit!

Deine Zeit - drum sei bereit
Mach die Augen auf - dein Herz
Jede Sekunde an Glueck zaehlt

Also hoer jetzt auf zu leiden
Dich dunkel zu bekleiden
Geh ins Licht
Bis der boese Wichtel bricht
Und nur noch Sonne aus dir spricht

Zeit die Mauer niederzureissen
Neue Sterne augzugleissen
Neuem Glanz zu folgen
Neuem Licht zu schwelgen

Denn dein Licht
Alles Dunkel durchbricht!

Dein Glueck, deine Zeit
Verspiel sie nicht durch Verschlossenheit
Werde frei im Geist, dein Haus
Und schick die boesen Wichtel raus
Sie zerkleben dir dein Herz
Und bringen weiterhin nur Schmerz
In meinem reinen Geist
Ein dunkler Kaefer haust
Der immer-immer wiederkehrt
Sobald die Erinnerung sich ruehrt

Der Kaefer hat sich festgesetzt
Und zuletzt
Meine Elfe verletzt
Die Koerper und Geist vernetzt

In diesem dunklen Bann
Ich mich nicht mehr ruehren kann

Das Leid muss raus!!
Doch ich finde die Worte nicht
Finde sie nicht!
Nicht! Noch immer nicht ...

Mittwoch, 7. März 2007

Zeitweise ...

Hab ich diese Wut in mir
Ein tiefes Grollen in meinem Bauch
Es kommt aus dem Nichts daher
Und frisst mich auf

In einem solchen Moment
Wird mein Herz von meinem Kopf getrennt

Meine Gedanken drehen endlose Kreise

Zu solcher Zeit
Seh ich mich zu allem bereit
Gebt mir ein Messer zur Hand
Ich ginge bis ganz an den Rand

Doch dabei hass ich mich so sehr
Und fuehl mich schrecklich leer

Die Menschen um mich herum
Find ich scheusslich und dumm

Ich wuerd mich nicht scheuen
Ihnen eine runterzuhauen
Sollten sie mir auf die Fuesse treten
Waere ich nicht mehr zu retten

So soll ich nur mit all dem Aerger hin?
Was kann ich tun
Damit meine Geister wieder ruhn
Ich wieder eins mit mir bin

Ach, diese dunklen Gespenster
Regelmaessig wiederkehren
Treten ein durch mein Seelenfenster
Wo sie sich erneut vermehren

Ihr Atmen friert mich ein
Ich werde ganz und gar aus Stein

Noch hab ich keinen Weg gefunden
Diesen Zustand zu ueberwinden
Und ich kann mir nicht erklaehren
Woher diese Geister wiederkehren

Montag, 5. März 2007

Meine Reise fuehrt nach Norden
Mit dem Norden kommen Sorgen:

Wie schaut es wohl Zuhause aus?

Sind alle noch gesund
Frage ich mich Stund fuer Stund

Meine Freunde vermiss ich sehr
Und die Familie noch viel viel mehr

Ich moecht die Kinder lachen hoeren
Meiner Schwester Waerme spueren
Ich wuenscht ich koennt viel mehr erzaehlen
Taeglich ihre Nummern waehlen

Ich vermiss sie alle so so sehr!

Um meinen Vater mach ich mir Sorgen
Ich denke an ihn jeden Morgen

Ich wuenscht die Zeit wuerd schneller vergehn ...
Ich moecht ihn gerne wiedersehn

Doch nach dem Reisen
Will ich endlich beweisen
Dass wirklich etwas in mir steckt
Das die Welt aus ihrem Schlummer weckt

Ich war so lang ein Sorgenkind
Ein verirrter Wirbelwind

Und ploetzlich bleibt
Mir nicht mehr viel Zeit

Ich moecht soviel ihm noch zeigen
Ueber meine Schatten steigen
Soviel noch zurueck ihm geben
In diesem wertvollen Leben

AfterTime ...

Ich hab eine traumlose Nacht
Hinter mich gebracht

Mein Schlaf war leicht
Auf meiner Brust sitzt ein Zwerg
Der nicht mehr von der Stelle weicht

Sein Atem ist eisig kalt
Mir friert mein Gesicht
Mich erdrueckt sein Gewicht
Der Zwerg ist hunderttausend Stunden alt

Es ist der Gnom des Grams
Der letzthin ueber mich kam

Und die Hexe der Einsamkeit
Die mich eisern entzweit
Mein Weg zur Zeit
Ist sonderbar
So weit
Und wunderbar klar

Die schoensten Dinge
Ergeben sich
Und ich singe
Die schoensten Lieder ueber mich!

Mein Geist ist wach
Mein Koerper eine Pracht
Wir spielen Schach
Bis tief in die Nacht

Und wir springen
Wir singen!
Wir haben unsere eigene Welt
Aufgespannt - ein buntes Zelt

Und so verweilen wir
Zeitlos im Jetzt und Hier
Allzeit bereit
Fuer unsere eigene Einsamkeit

Mein Weg ist leicht
Und es duenkt mich zuweilen
Ich koennt fuer immer so verweilen
Mein Sein in die Unendlichkeit reicht

Meine Reise fuehrt ueber die See
Wasser waescht mich rein
Klaehrt meine Sorg und Weh
Wir moechten ewig so sein

Ach mein Prinz aus Gold
Bist mir so hold
Aus deinen Augen sprueht die Sonne
Ich hoer dir zu mit Wonne

Du gefaellst mir wie du bist
Ein kleiner Lebensartist
Immer ein Laecheln um die Augen
Augen voller Schalk und List

Und dein Koerper, ach
Ich koennt ihn ewig berueheren
Mit den Fingern kleine Kreise fuehren
Und dich in mir spueren

Du scheinst so rein
Deine Haut so fein

Mein goldener Prinz!
Voll Schalk und Glanz ...

Cards on the Table

Ich halte etwas Wundervolles in der Hand
Doch in der Nacht zum Alp
Es schmerzlich verschwand
Und die Schwerter schneiden kalt

Also bin ich steif
Nichts bewegt sich in mir
Eigentlich bin ich wie tot
Gefangen im Jetzt und Hier

Und will doch immer fort ...
Weit, weit fort an einen anderen Ort

Doch kann ich nirgens verweilen
Muss staendig weitereilen

Nun aber bin ich gezwungen
Meine Eile runterzubringen

Zu verweilen
Nicht zu eilen

Zu erfahren
Durch tiefe Wasser zu fahren

Es gibt keinen Weg zurueck
Mich erwartet das Glueck
Auf der anderen Seite
In ferner, ferner Weite

Doch mir geht es um diesen Moment
Der auf weiteres die Ferne trennt

Das Hier und Nun will ich verstehn
Ich will einen leisen Schimmer sehn

Ich will lernen
Und Fruechte ernten
Ich moechte verehren
Und verehrt werden

Doch bin ich steif!

Mein Hirn ein Zwang
Um meinen Hals ein Strang

Verschwiegen traeume ich vor mir her
Und erkenne mich selbst nicht mehr
Selber zu denken faellt mir schwer
Und ich erdruecke immer mehr

Diesen Steinkreis moecht ich sprengen
Wieder durch die Waelder springen
Wieder singen, wie von Sinnen

Tausend Stimmen
In mir klingen

Ich will den Kreis durchdringen!