Donnerstag, 25. März 2004

:: Vierte Sonne :: RetterPrinz ::

Schwer wars Licht zu sehn
Mich endlos im Kreise zu drehn
Barfuss durch den Schnee zu gehn
Wo die eisigsten Winde wehn

Ein Ausweg war halt nah
Was kommt ist immer besser
Als das, was einmal war

Hab hier ein Geschenk für dich
Denn ich trau dir zu
Dass du klarkommst ohne mich

Somit trat ich an den Rand
Stand also gebannt am Strand
Hatte frisches Land erkannt
Und erfand mein neues Gewand

(IV - 04)

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Chunnts ächt guet?
Mich drückt sone Wuet
Find i dir kei Halt
Du bisch eso chalt
Benimmsch di so alt
Und meinsch tatsächlich
Dass mir das gfallt ...
So oberflächlich, so sächlich ...

Weles isch dini Sehnsucht?
Vor was bisch du ufde Flucht?
Was gsehsch du, wenn dini Auge zue sind?
Wie guet kännsch dis innere Chind?

Was isch mit eus los - wer isch los?
Bin ichs oder du oder isches ganz gross
En Berg voller lose Stei
Mir rutsched und merked
"Bald simmer elei!" ...

(III - 04)

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Es tut mir ja so leid
Lang schon steh ich neben mir
Im Nebel zwischen ihm und dir
Nackt ganz ohne Kleid

Ich bin es ja so leid
Dieser Zwischenort umgibt mich kalt
Mein Herz welkt, es schämt sich alt
...und verlässt meinen Leib

Herzlos flieg ich über Feld und Wald, der Wind mich trägt
Ich spür mich weder alt noch kalt, bin nicht mehr betrübt

Als Tochter der Mondin
Besitze ich ihr silbernes Gesicht
Oder glaubst du mir etwa nicht?
So schau ganz genau hin

Schau hin wer ich bin
Willst du mir Herzensdiener sein?
Irgendwann wärst du ganz allein...
Sag: macht das Sinn?

(II - 04)

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Ich muss es dir endlich sagen
Bitte dich nicht zu verzagen:
Doch will ich wieder frei sein

Allein sein

Ohne dich, denn du bremst mich

Du inspirierst mich nicht
Denkst, nur Nettigkeit genügt
Verschiesst dich meinem Licht
Das uns erbarmungslos belügt

Muss ehrlich zu dir sein:
Du, ich will frei sein

Rein sein

Mit dir, denn es betrübt mich sehr
Ich brauche dich nicht mehr
Es ist eine Weile her

Da warst du mein Schein

Dies ist nun vorbei
Verzeih!

Heut will ich frei sein
Mein sein
Ganz allein

Das wär fein ...

(III - 04)

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© Wir sind Helden

Wortlos

Es ist verrückt, wie schön du schweigst
Wenn du dein hübsches Köpfchen neigst
Und der ganzen Welt und mir
Deine kalte Schulter zeigst

Ich hab mir ein Wörterbuch geliehen
Dir A bis Z ins Ohr geschrien
Stapelte wirre Worte auf
Die sollten dich am Ärmel ziehen

Ich sehe, dass du denkst
Ich denke, dass du fühlst
Ich fühle, dass du willst
Doch ich hör dich nicht
Ich hör dich nicht

Und wo du hingehen willst,
Ich hänge an deinen Beinen
Wenn du schon auf den Mund fallen musst,
Warum dann nicht auf meinen

Du baust aus Schweigen dir ein Zelt
Stellst es mitten in die Welt
Spannst die Schnüre und staunst stumm
Wenn nachts ein Mädchen drüberfällt

Ich sehe, dass du denkst
Ich denke, dass du fühlst
Ich fühle, dass du willst
Doch ich hör dich nicht
Ich hör dich nicht

Zu deinen Füssen red ich mich um Kopf und Kragen
Ich will in deine tiefen Wasser grosse Wellen schlagen

(IV - 04)

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