Dienstag, 25. Dezember 2007

Nun bist du ein Stern geworden
An einem kalten Wintermorgen
Stiegst du auf
In den Himmel hinauf

Es ist nicht leicht dich ziehen zu lassen
Immer denke ich etwas zu verpassen
Etwas vergessen zu haben
Immer gibt es noch tausend Dinge zu sagen

Ich bin dir so dankbar für deine Briefe
Dein Name ist es, den ich in die Winde rufe
Übers Meer hinweg in die Welt
Die dein Schimmer für mich zusammenhält

Oft war ich du und wir eins
Oft stellten wir die selben Fragen des Seins
Wir teilten die selbe Hoffnung, die selbe Illusion
Darum auch die selbe Kraft und Vision

Dein Lachen liegt mir noch jetzt in den Ohren
Nie warst du zu Eis gefroren
Welch Leuchten in deinen Augen
Das konnte dir nichts und niemand rauben

Du hast so lange gelitten
Mit dir selber gestritten
Ich hätte alles dafür gegeben
Für einen Moment in deinem Kopfe zu leben

Einen Moment nur sehen
Wie deine Gedanken drehen
Vielleicht etwas Grosses verstehen

Wenn man so lange im Stillen leidet
Weisheit uns leuchtend kleidet
Und es kehrt eine Ruhe ein
Die stärker wird als nur Sein

Ich weiss, in der Nacht kam ein Engel zu dir
Er nahm dich sanft bei deiner Hand
Du gabst ihm deine Angst und Hoffnung zum Pfand

Was für eine Prüfung; dein Leben!
Es ist nicht leicht dieser Welt zu vergeben
Es ist oft schwer Licht zu sehn
Und noch schwerer ins Licht zu gehn

Deine Seele hat in diesem Leben wahrhaftig viel ertragen
Ich bin so glücklich dich als meine Mami zu haben

Dank dir bin ich hier
Dank dir denke ich wie ich denk
Und mach täglich mein Herz zum Geschenk

Dank dir bin ich ein bisschen weise
Dank dir kann ich fühlen und schreiben
Dank dir kann ich still bleiben
Dank dir bin ich auf meiner Reise
Dank dir weiss ich wie lieben
Dank dir weiss ich wie kriegen
Dank dir bin ich dankbar

Ich liebe dich. Ich liebe dich.
Du warst wunderbar
Mein Ich und mein Ich haben sich verstritten
Und mein Überich hat auch einen anderen plan

All diese Wlten ringen in mir
Es ist kaum auszuhalten

Ich sitze hier und warte

Es heisst:
Die grossen Dinge geschehen ohne unser Dazutun

Mal sehn ob das auch stimmt
Meine Welt dreht Kreise
Staunend steh ich da
Schau diesem Treiben zu

Meine Erde bebt
Mein Leben ist tot
Doch das Schicksal lebt

Wohin mit mir?
Scheint es zu denken
Und hat keinen Schimmer vom Weg

Stell dir vor:
Das Schicksal scheisst dir vors Tor
Dreht dir den Rücken zu
Und lässt dich ganz in Ruh

Stell dir vor du hast seine Sinne verdreht
Dass es die eigene Welt nicht mehr versteht
Nun sucht ihr beide
Und zieht getrennt durch die Weite

So ergeht es mir soeben
Was für ein verzwicktes Leben
Mein Schicksal und ich ziehen auf einene Hand
Suchend durch ein fremdes Land

Ob das nur mal gut geht ...
Ich kann nur hoffen
Dass sich mein Schicksal wieder mit mir versteht
Und meine Welt nicht noch fernere Kreise dreht