Donnerstag, 20. September 2007

Die Zeiten in denen die Herzen tiefer schlagen
Sind oft schwer zu ertragen
Man stellt sich dann immer so viele Fragen
Auf die wir keine Antworten haben

Doch Fragen sind gut
Und so öffne ich das Buch

Und dann stell ich all die Fragen
An die vielen Buchstaben
Die bisher doch nur faul herumlagen
Und man denke sich - die hatten nichts zu sagen

Sie waren einfach nur sich selbst
Und Sein ist auch gut

Doch 'einfach Sein' kann man lange jagen:
Über weite Felder traben
Sich durch dichte Wälder schlagen
Oder tiefe Tunnel graben

Das versteht sich nicht so leicht
Da muss man lange üben

So wie die Buchstaben
Die hörst du niemals klagen
Diese Gabe möcht ich auch haben
Stolz und tapfer in die Höhe ragen

Doch mein Herz zittert oft
Es traut sich nicht raus

Mal mein Herz fragen
Was für Fragen
Ihm denn so am Magen
Nagen

Aber dazu muss es ganz still sein
Deshalb mach ich das Licht aus

...

Mein Herz denkt von sich es sei ein Wagen
Mit hunderttausend Gaben beladen
Und kümmert sich nicht um meine Fragen
Es weiss die Antworten - doch will sie mir nicht sagen

Saucheib!
Du Herz du!

Weiter berichtet mein Herz verschlagen
Ich traue mich nichts - würde nichts wagen
Könne meine wahre Meinung nicht sagen
Und ich vergrübe mich schon wieder seit Tagen

Ja - das war ziemlich hart
Eine Königin; haha, lacht mein Herz

Ja vielleicht hinter all den Waben
Und den Lügen
Ja - den Raben
Die meine Seele verdunkelt haben

Ehrlichkeit schmerzt so sehr
Was kann ich tun?

Ich will die Waben zerschlagen
Ich will mein Haupt hoch tragen
Will meine Meinung sagen
Und weiter alles hinterfragen

Denn Fragen sind gut
Fragen sind gross
Es ist eine Weile her
Als ich das letzte Mal
Sitzen konnte
Und sagen:
Ja - es ist gut.

Ich höre eine kleine
Leise Stimme in mir
Wie ein sanfter Flügelschlag

Ich spüre Farben
Ich kann Düfte hören
Mein Auge sieht scharf

Doch ich lass mich von der Nase führen
Denn die kann fühlen

Noch tanz ich micht von Stern zu Stern
Noch taumel ich von fern
Doch von nah
Bin ich wach, auf, da

Samstag, 15. September 2007

Das Leben ist ein Kornfeld:

Links und rechts das Gleiche etwas anders
Hinter uns ein Pfad; eine Spur
Vor uns lauter Ären nur

Ein Puzzle-Spiel

Es setzt sich wieder alles zusammen
Brauch nicht mehr lange zu bangen
War vom goldenen Pfad abgekommen
Wie Blut, das an Luft geronnen

Langsam kommt es ins Lot
Es ist zwar sehr spät
Aber nicht alles ist verloren
Bin nicht ganz zu Eis gefroren

Es beginnt zu tauen
Finde mein inneres Vertrauen
Schritt für Schritt zurück
Und bin darüber gar verzückt

Eine verrückte Zeit liegt hinter mir
Teile hat mein Puzzle viel ...
Ach, wie hass ich mich so sehr!
Mein Haupt ist schwer; ist leer
Wie konnt ich nur so dumm sein
Jetzt bin ich furchtbar klein

Da ist ein Schatten in meinem Kopf
Der sich unablässlich dreht
Und meinem Denken im Wege steht

Wie finde ich meinen Weg zurück?
Wie konnt ich mich derart verlieren?
Wie in aller Welt konnte das schon wieder passieren?

Dafür hass ich mich nun
und kann nichts dagegen tun ...

Nichts sehn

Und wieder ist es geschehen
Ich habs eigentlich kommen sehen
Die letzten Tage bin ich ergraut
Hab Steine um mich aufgebaut

Wovor diese grosse Angst?
Was ist's wovor mir so bangt?
Ich wollte für mich alleine sein
Das war vor dem Schreien ...

Danach verlor ich mich im Moor
Alles ging schwerer als zuvor
Jeden Tag bin ich tiefer gewatet
Und hab auf ein Zeichen gewartet

Doch Zeichen prasseln auf mich ein
Und jedes wird ein neuer Stein
Kann bald den Horizont nicht mehr sehen
und dann ist's um mich geschehen

Was wohl noch geschehen muss
Bis ich wieder auf freiem Fuss
Und wie lange mag es dauern
Um mich wieder frei zu mauern

Ist es einfacher sich in Ketten zu legen?
Hinter Wänden zu leben?
Das Dunkel zu pfegen?
Statt gen die Wolken zu fliegen?

Mitten in die Sonne rein
Raus aus dem Wall aus Stein
- Das kann doch nicht unmöglich sein ...

Nichts sein

Ich lösche mich selber aus
Ich löse mich in Luft auf
Ich kann mich nicht mehr sehn
Ich kann mich nicht verstehn

Ich kann mich nicht hören
Ich kann mir nicht gehören
Ich bin nunmehr ein Schatten aus Staub
Verloren in nassem Laub

Mein Leben zieht an mir vorbei
Ich schreie einen unsichtbaren Schrei
Meine unsichtbare Hülle zerfällt
Und Nichts wird meine Welt
Ich bin aus meiner Haut gefahren
Und schwupps in eine andere hinein

Wütend bin ich geworden
und hab dabei mein Gesicht verloren

Ich denke es ist Zeit
Wieder den Pfad zu suchen
Den Krieger in mir zu wecken
Der kämpft für Licht und Freiheit

Ich bin aus meiner Haut gefahren
Und schwupps in eine andere hinein
Ebenso entledige ich mich
Jetzt dieser Haut aus Stein
Einst fühlt ich mich
Als junge Frau
Frei und ungebunden
Kompromisslos und stolz

Doch Unsicherheit und Gram
Haben mich wieder gefunden
All meine Figuren im Traum aus Silber und Gold
Stehen steif da und sind nunmehr aus Holz

Was für eine Leben hab ich gewählt!
Wie konnte ich so blind sein!
Ich bin nicht bei Sinnen
Bin nicht bei mir

Ich brauche Luft
Frischen Wind
Ich dürste nach Mut
Damit ich wieder zu mir find

In Asien ist viel geschehen
Ich kann mich nicht so wütend sehn
So ängstlich, so zögernd, so scheu
ich will leben; es ist doch alles so neu

Ich will mich stürzen in diese Wahl
Ich will glänzen
Ein Stern sein
Und mit dem Leben tanzen
Ach! Es ist so schwer!
Es ist so traurig und hart
Wenn man niemanden zum reden hat

So viel Leid
Zerdrückt mein Lachen

Meine Stimme ist leis und dunkel
Ich kann kaum denken
Ausser im Kreis

Zeit sitzt mir im Nacken
Scheu und Angst im Gesicht
Doch befreien kann ich mich nicht

Ich bin in eine Schachtel geschlüpft
Den Deckel zu
Bereu ich jeden Atemzug
Und traure der Sonne nach

Muss ich reden um mich wieder zu finden?
Kann ich mich freischreiben?
Muss ich Drogen nehmen?
Was kann ich tun?

Ich will reden - nur mit wem?

Vor mir steht eine leere Wand
Wie soll ich je mein Lachen finden?